Den offenen Brief hat Joachim Rücker initiiert, früherer Präsident des UN‑Menschenrechtsrats. Unterschrieben haben unter anderem der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD), die Direktorin des Mauermuseums am Checkpoint Charlie, Alexandra Hildebrandt, der ehemalige Richter am Bundesgerichtshof und am Internationalen Strafgerichtshof Wolfgang Schomburg und die evangelische Theologin und frühere Landesbischöfin Margot Käßmann. Wie berichtet, möchte die Friedrich-Naumann-Stiftung den Freiheitspreis 2026 im November in der Frankfurter Paulskirche an das iranische Volk verleihen. „Der Preis würdigt den Mut unzähliger Menschen, die Widerstand leisten“, heißt es zur Begründung. Gemeint sind Frauen, Studentinnen und Studenten, Journalistinnen und Journalisten, Arbeiterinnen und Arbeiter, „Familien, die sich gegen Bevormundung, Gängelung und die Verweigerung individueller Lebensentscheidungen zur Wehr setzen. Ihre Stärke liegt nicht in Einzelaktionen, sondern in der Beharrlichkeit einer Gesellschaft, die sich nicht zum Schweigen bringen lässt.“
Weil das Volk gegen das Regime der Mullahs und der Revolutionsgarde kämpft, soll der 65-jährige Reza Pahlavi den Preis entgegennehmen und treuhänderisch verwahren. Er ist der Enkel und Sohn der monarchischen Machthaber Reza Schah Pahlavi und Mohammad Reza Schah Pahlavi, die das iranische Volk von 1925 bis 1979 terrorisiert hatten, bis sie durch die Revolution des Volkes gestürzt wurden. Reza Pahlavi betitelt sich noch heute selbst als „Kronprinz“ und möchte im Iran nach dem Sturz der Mullahs eine führende politische Rolle spielen.
Doch seine Person ist in einem Teil der exiliranischen wie iranischen Opposition umstritten.
In ihrem Offenen Brief an die Stiftung erinnern die Unterschreibenden an die Proteste „deutscher und iranischer Studierender während des Staatsbesuchs des Schahs in West-Berlin gegen Diktatur und Repression“ im Juni 1967 und daran, dass der iranische Savak genannte Geheimdienst des Schahs Demonstrierende mit Knüppeln angriff. Umso beunruhigender sei es, dass dem „Sohn und politischen Erben des ehemaligen Schahs repräsentative Legitimität“ verliehen werden soll, „obwohl dieser die politische Repression jener Diktatur öffentlich verteidigt“ habe. Die Unterzeichnenden weisen auf die Savak-Symbole hin, die in Deutschland auch heute wieder öffentlich zur Schau gestellt werden. Und sie erinnern an Pahlavis Auftritt bei der Bundespressekonferenz in Berlin im April, wo er sich von den Fragen einer Journalistin angegriffen gefühlt hatte. Die Taz-Journalistin wurde danach von Pahlavi-Anhänger:innen digital beleidigt und bedroht.
Reza Pahlavi zum Treuhänder des Preises zu machen, untergrabe dessen Zweck: den Mut des iranischen Volkes zu würdigen, heißt es noch.
Die Linke-Fraktion verweist auch auf Pahlavis Plan für den Übergang nach dem Regime-Sturz, in dem sich sein „autoritäres Staatsverständnis“ zeige. „Das ist kein Übergang zur Demokratie, das ist eine neue Form der Machtkonzentration.“
Auf eine Anfrage der Frankfurter Rundschau an sein Presseteam hat Reza Pahlavi nicht geantwortet. Seit zwei Wochen gibt es eine Unterstützer:innen-Petition für ihn und die Preisverleihung auf change.org. Wer dafür verantwortlich ist, ist unbekannt. Eine Anfrage über die Plattform am Donnerstag blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.
Offener Brief zum Freiheitspreis 2026 für das iranische Volk
- Oktober 2026
An:
Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP)
Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Kopie an:
Vertreterinnen und Vertreter der Medien.
Mit diesem Schreiben möchten wir unserer ernsten Besorgnis über die Entscheidung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Ausdruck verleihen, Reza Pahlavi zu bitten, den Freiheitspreis 2026 treuhänderisch im Namen des iranischen Volkes entgegenzunehmen. Die Preisverleihung soll am 7. November 2026 in der Frankfurter Paulskirche stattfinden.
Unabhängig davon, wie diese Regelung formal bezeichnet werden mag, widerspricht es unseren eigenen Werten, ausgerechnet den Sohn des ehemaligen Diktators des Iran, eine zutiefst polarisierende Persönlichkeit, einen Preis im Namen des iranischen Volkes entgegennehmen zu lassen.
Für Deutschland lassen sich die Auswirkungen dieser Entscheidung nicht von der Geschichte der Pahlavi-Diktatur trennen. Am 2. Juni 1967 protestierten deutsche und iranische Studierende während des Staatsbesuchs des Schahs in West-Berlin gegen Diktatur und Repression im Iran. Die im Internet kursierenden Aufnahmen, auf denen Angehörige des SAVAK, der Geheimpolizei des Schahs, zu sehen sind, wie sie Demonstrierende in Deutschland mit Knüppeln angreifen, sind eine erschütternde Erinnerung an die Brutalität jenes Regimes.
Der deutsche Student Benno Ohnesorg wurde während einer dieser Demonstrationen erschossen. Sein Tod wurde zu einem prägenden Ereignis der deutschen Nachkriegsgeschichte und bleibt untrennbar mit den Protesten gegen die autoritäre Herrschaft von Reza Pahlavis Vater verbunden.
Umso beunruhigender ist es, dass eine einer demokratischen deutschen Partei nahestehende Stiftung dem Sohn und politischen Erben des ehemaligen Schahs repräsentative Legitimität verleihen soll, obwohl dieser die politische Repression jener Diktatur öffentlich verteidigt hat.
Diese Bedenken beschränken sich nicht auf die Vergangenheit. Bei seinem Auftritt in der Bundespressekonferenz in Berlin am 23. April 2026 reagierte Reza Pahlavi aggressiv, als eine deutsche Journalistin seine demokratische Glaubwürdigkeit hinterfragte und ihn mit seiner Unterstützung militärischer Angriffe auf den Iran konfrontierte. Seine Reaktion warf ernste Fragen hinsichtlich seiner Bereitschaft auf, sich kritischer Prüfung zu stellen.
Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ARD berichtete anschließend, dass die Journalistin Pauline Jäckels von der taz nach diesem Wortwechsel von Pahlavis Anhängern mit Tausenden beleidigenden Nachrichten, darunter Todesdrohungen und frauenfeindliche Beschimpfungen, überzogen wurde. Eine solche Einschüchterung einer deutschen Journalistin, weil sie legitime Fragen gestellt hat, sollte jede demokratische Institution in Deutschland in besonderem Maße beunruhigen.
Zunehmende Besorgnis lösen auch Kundgebungen von Pahlavis Anhängern aus, unter anderem in Deutschland, bei denen Symbole des SAVAK offen zur Schau gestellt wurden. Der SAVAK steht nach wie vor für Überwachung, Inhaftierung und Folter. Die öffentliche Verherrlichung einer solchen Organisation ist kein Ausdruck demokratischer Vielfalt. Sie ist eine düstere Erinnerung an das autoritäre System, das 1979 vom iranischen Volk gestürzt wurde.
Der Freiheitskampf des Iran gehört denjenigen, die sich der Diktatur widersetzt und dafür einen unermesslich hohen Preis gezahlt haben.
Den Mut des iranischen Volkes mit dem Freiheitspreis 2026 zu würdigen, ist eine begrüßenswerte Initiative. Reza Pahlavi jedoch damit zu betrauen, den Preis in dessen Namen entgegenzunehmen, droht eben diesen Zweck zu untergraben, auch weil sie in der Öffentlichkeit als eine Art politischer Legitimitierung ausgerechnet durch die Stiftung für die Freiheit verstanden werden könnte.
Wir appellieren daher mit allem Respekt an die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, die Preisverleihung in ihrer gegenwärtig vorgesehenen Form zu überdenken. Der Preis sollte weiterhin dem iranischen Volk gewidmet bleiben, jedoch in einer wirklich inklusiven Form von Iranerinnen und Iranern entgegengenommen werden, die unmittelbar am Freiheitskampf mitgewirkt und dafür einen persönlichen Preis gezahlt haben.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim Rücker
Ehemaliger Präsident des UN-Menschenrechtsrats; Botschafter und Ständiger Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen in Genf (2014–2016)
Brigitte Zypries
Bundesministerin der Justiz (2002–2009); Bundesministerin für Wirtschaft und Energie (2017–2018)
Lars Castellucci, MdB
Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe
Peter Altmaier
Bundesminister für Wirtschaft und Energie (2018–2021); Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben (2013–2018); Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2012–2013)
Heiner Bielefeldt
Ehemaliger Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR); UN-Sonderberichterstatter für Religions- oder Glaubensfreiheit (2010–2016)
Susanne Baer
Richterin des Bundesverfassungsgerichts (2011–2023); Professorin an der HU Berlin, der LSE und der Michigan Law School
Wolfgang Thierse
Präsident des Deutschen Bundestages (1998–2005)
Margot Käßmann
Theologin, ehemalige Landesbischöfin und frühere Vorsitzende des Rates der EKD
Horst Teltschik
Professor; ehemaliger stellvertretender Chef des Bundeskanzleramtes und außen- und sicherheitspolitischer Berater von Bundeskanzler Helmut Kohl; Leiter der Abteilung für Auswärtige und innerdeutsche Beziehungen, Entwicklungspolitik und Äußere Sicherheit im Bundeskanzleramt (1982–1990); Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz (1999–2008)
Stephan Pilsinger, MdB
Mitglied des Deutschen Bundestages
Klaus Staeck
Ehrenpräsident der Akademie der Künste Berlin; ehemaliger Präsident der Akademie der Künste Berlin (2006–2015)
Gernot Erler
Staatsminister a. D. beim Bundesminister des Auswärtigen (2005–2009)
Markus Meckel
Minister für Auswärtige Angelegenheiten der DDR (1990); Mitglied des Deutschen Bundestages (1990–2009)
Lea Reisner, MdB
Mitglied des Deutschen Bundestages; Sprecherin für internationale Beziehungen der Fraktion Die Linke; Obfrau und ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss
Gerlinde Freia Niehus
Ehemalige stellvertretende Direktorin für Verteidigungs- und Sicherheitskooperation der NATO
Wolfgang Schomburg
Ehemaliger Richter am Bundesgerichtshof; ehemaliger Richter am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) der Vereinten Nationen (2001–2008); ehemaliger Richter am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda (ICTR) der Vereinten Nationen (2003–2008)
Karin Kortmann
Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (2005–2009)
Hans-Ulrich Seidt
Botschafter a. D.; Chefinspekteur des Auswärtigen Amts (2014–2017); Leiter der Abteilung für Auswärtige Kulturpolitik und Kommunikation des Auswärtigen Amts (2012–2014)
Christoph Strässer
Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe (2014–2016), Mitglied des Deutschen Bundestages (2002-2017)
Joachim Bitterlich
Botschafter a. D.; früherer europapolitischer, diplomatischer und sicherheitspolitischer Berater von Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl; Affiliate Professor an der ESCP Paris/Berlin
Alexandra Hildebrandt
Geschäftsführende Vorsitzende und Direktorin des Mauermuseums – Museum Haus am Checkpoint Charlie; Präsidentin der gemeinnützigen Stiftung Dr. Rainer Hildebrandt
Thomas Puhl
Ehemaliger Rektor der Universität Mannheim; Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Finanz- und Steuerrecht, Öffentliches Wirtschaftsrecht und Medienrecht an der Universität Mannheim
Ulrich Battis
Ehemaliger Rektor der FernUniversität in Hagen; emeritierter Professor für Staats- und Verwaltungsrecht sowie Verwaltungswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin
Hans-Christof von Sponeck
Ehemaliger Beigeordneter Generalsekretär der Vereinten Nationen und humanitärer Koordinator der Vereinten Nationen für den Irak
Christoph Degenhart
Emeritierter Professor für Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig; ehemaliger Richter am Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen
Leo Dautzenberg
Mitglied des Deutschen Bundestages (1998–2011)
Thomas Harms
Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg; Superintendent des Kirchenkreises Reinickendorf
Ralf Michaels
Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht
Josef Drexl
Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb
Kamal Sido
Nahostreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)
Nora Markard
Professorin für Internationales Öffentliches Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz an der Universität Münster
Stephan Breitenmoser
Emeritierter Professor für Staats- und Verwaltungsrecht sowie Europa- und Völkerrecht; Richter am Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen (2007–2023)
Christian Bumke
Professor und Inhaber des Commerzbank-Stiftungslehrstuhls für Grundlagen des Rechts an der Bucerius Law School
Wolfram Cremer
Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Europarecht an der Ruhr-Universität Bochum
Dieter Dörr
Ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht, Medienrecht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Johannes Eichenhofer
Professur für Öffentliches Recht an der Universität Leipzig
Christoph Enders
Ehemaliger Professor für Öffentliches Recht, Staats- und Verfassungslehre an der Universität Leipzig
Michael Fehling
Lehrstuhl für Öffentliches Recht III an der Bucerius Law School
Rainer Grote
Senior Research Fellow am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht
Christoph Gusy
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Staatslehre und Verfassungsgeschichte an der Universität Bielefeld
Michaela Hailbronner
Professor für Deutsches und Internationales Öffentliches Recht sowie Rechtsvergleichung an der Universität Münster
Holger Hestermeyer
Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Internationales Recht und Europarecht an der Diplomatischen Akademie Wien
Michael Kilian
Richter am Landesverfassungsgericht Sachsen-Anhalt (1993–2000); Gründungsdekan der Juristischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (1992–2014)
Thorsten Kingreen
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sozialrecht und Gesundheitsrecht an der Universität Regensburg
Matthias Mahlmann
Lehrstuhl für Philosophie und Theorie des Rechts, Rechtssoziologie und Internationales Öffentliches Recht an der Universität Zürich
Florian Meinel
Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Vergleichende Verfassungsrechtswissenschaft und Politikwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen
Ulrich Preuß
Professor Emeritus für Recht und Politik an der Hertie School; ehemaliger Professor für Öffentliches Recht und Politik an der Freien Universität Berlin
Hermann Pünder
Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht an der Bucerius Law School
Berit Völzmann
Lehrstuhlvertretung für den Lehrstuhl „Öffentliches Recht, insb. Verfassungsrecht, und Rechtsphilosophie“ an der Humboldt-Universität zu Berlin
Wolfgang Weiß
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer
Gerd Winter
Ehemaliger Professor für Öffentliches Recht an der Universität Bremen
Erwin Heller
Schriftsteller, Künstler und Rechtsanwalt
Hartmut Bauer
Ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Europäisches und Deutsches Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht, Sozialrecht und Öffentliches Wirtschaftsrecht an der Universität Potsdam
Martina Haedrich
Ehemalige Professorin für Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Jena
Martin Hochhuth
Professor für Staats- und Europarecht an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW)
Dirk Ehlers
Emeritierter Professor für Öffentliches Recht an der Universität Münster
Felix Ekardt
Professor und Leiter der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik
Ingeborg Staeck
Schriftstellerin
Kay Hailbronner
Ehemaliger Richter am Verfassungsgerichtshof Baden-Württemberg; ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht an der Universität Konstanz
Wolff von Heinegg
Ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, insbesondere Völker- und Europarecht sowie ausländisches Verfassungsrecht an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Stefan Huster
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sozial- und Gesundheitsrecht sowie Rechtsphilosophie an der Ruhr-Universität Bochum
Heinrich Lang
Emeritierter Professor an der Universität Greifswald
Edin Sarcevic
Ehemaliger Professor für Staatsrecht, Europarecht und Völkerrecht an der Universität Leipzig
Götz Frank
Ehemaliger Dekan der Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften; ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Wirtschaftsrecht an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Stefan Hammer
Ao. Univ.-Prof. i. R. für Staats- und Verwaltungsrecht sowie Rechtsphilosophie an der Universität Wien; ehemaliger stellvertretender Leiter der Menschenrechtsabteilung des österreichischen Außenministeriums
Georg Müller
Ehemaliger Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und emeritierter Professor für Staatsrecht, Verwaltungsrecht und Gesetzgebungslehre an der Universität Zürich; ehemaliger Präsident des Justizgerichts des Kantons Aargau
Alexander Windoffer
Professor für Öffentliches Recht, Universität Potsdam
Martin Patzelt
Mitglied des Deutschen Bundestages (2013-2021)
4. Oktober 2026 @ 15:43
Ein sehr interessanter Artikel, der durch den offenen Brief von 71 Persönlichkeiten aus Politik, Rechtswesen und Gesellschaft eine wichtige politische und rechtliche Dimension erhält. Besonders bemerkenswert ist, dass die Hintergründe der Kampagne auf Change.org bislang nicht transparent sind und die Verantwortlichen offenbar nicht öffentlich bekannt gemacht wurden. Gerade angesichts der gewichtigen Einwände gegen die treuhänderische Übertragung des Freiheitspreises auf Reza Pahlavi sind Transparenz über Urheberschaft, Interessenbindungen und Entscheidungsprozesse von besonderer demokratischer und rechtlicher Bedeutung.