Politische Stellungnahme zum Deutschlandbesuch von Reza Pahlavi!
Mit Nachdruck verurteilen wir jede politische Aufwertung oder Legitimierung von Reza Pahlavi durch politische Akteure in Deutschland. Die Bereitstellung öffentlicher Plattformen für ihn weisen wir entschieden zurück. Das gegenwärtige Regime der Islamischen Republik ist repressiv, autoritär und verantwortlich für massive und systematische Menschenrechtsverletzungen. Daraus folgt jedoch keinerlei Legitimation für eine Rückkehr zu monarchischen Machtstrukturen. Auch autoritäre Alternativen bleiben autoritär – unabhängig von ihrer modernen Verpackung. Die historische Faktenlage ist eindeutig: Der Sturz der demokratisch gewählten Regierung von Mohammad Mossadegh im Jahr 1953 im Rahmen des von den USA und Großbritannien unterstützten Putsches im Iran beendete die demokratische Entwicklung Irans gewaltsam. Die anschließende Festigung der Schah-Diktatur war geprägt von politischer Repression, systematischer Unterdrückung und dem Ausschluss breiter Bevölkerungsschichten von politischer Teilhabe. Diese autoritäre Struktur trug wesentlich zu den späteren politischen Umbrüchen im Iran bei. Vor diesem Hintergrund ist die heutige politische Unterstützung monarchistischer Akteure durch Teile westlicher Politik ein fatales Signal. Sie ignoriert nicht nur historische Verantwortung, sondern verkennt auch die politische Realität einer Gesellschaft, die seit über 100 Jahren für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Volkssouveränität kämpft.
Besonders problematisch ist, dass solche Initiativen erneut in Deutschland stattfinden – einem Land, dessen eigene Geschichte einen besonders sensiblen Umgang mit autoritären Strukturen nahelegt und dessen Öffentlichkeit die Repression des Schah-Regimes bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren klar kritisiert hat.
Wir stellen unmissverständlich klar:
Die Unterstützung von Reza Pahlavi ist keine Unterstützung für Demokratie, sondern die politische Normalisierung einer nicht demokratisch legitimierten monarchischen Option, die den Grundsatz der Volkssouveränität untergräbt. Wir warnen die verantwortlichen politischen Entscheidungsträger in Deutschland ausdrücklich vor den politischen und historischen Konsequenzen eines solchen Kurses. Eine erneute indirekte Einmischung in die politische Zukunft Irans wird weder Stabilität noch Demokratie fördern, sondern bestehende Spannungen verschärfen und das Vertrauen in westliche Außenpolitik weiter beschädigen.
Die iranische Gesellschaft ist politisch bewusst und historisch geprägt; sie ist nicht länger Objekt externer Machtprojektionen. Versuche, politische Führungsmodelle von außen zu definieren oder zu fördern, sind realitätsfern und zum Scheitern verurteilt.
Unsere Forderung ist eindeutig:
Keine politische oder symbolische Unterstützung für autoritäre Alternativen – weder religiös-theokratisch noch monarchisch.
Die Zukunft Irans gehört ausschließlich dem iranischen Volk.
Gesellschaft von Deutsch-Iranern (GDI)
21.04.2026
TEL.: +49 176 56734250
