{"id":8167,"date":"2026-05-03T20:13:42","date_gmt":"2026-05-03T18:13:42","guid":{"rendered":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/?p=8167"},"modified":"2026-09-28T10:35:42","modified_gmt":"2026-09-28T08:35:42","slug":"der-politische-niedergang-reza-pahlavis-vom-hoehepunkt-im-januar-bis-zur-erosion-im-maerz-und-april-2026-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/2026\/05\/03\/der-politische-niedergang-reza-pahlavis-vom-hoehepunkt-im-januar-bis-zur-erosion-im-maerz-und-april-2026-2\/","title":{"rendered":"Der politische Niedergang Reza Pahlavis; vom H\u00f6hepunkt im Januar bis zur Erosion im M\u00e4rz und April 2026!"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Fakten und Analyse \u2013 09. April 2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Sahar Sanaie*<\/p>\n\n<!--themify_builder_content-->\n<div id=\"themify_builder_content-8167\" data-postid=\"8167\" class=\"themify_builder_content themify_builder_content-8167 themify_builder tf_clear\">\n                    <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_duhn646 tb_first tf_w\">\n                        <div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n                        <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_prpq646 first\">\n                            <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_subrow themify_builder_sub_row tf_w col_align_top tb_col_count_2 tb_ksuw646\">\n                <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col4-2 tb_en2w646 first\">\n                    <!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_r6g9647   tb_text_dropcap\" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <p>Weniger als drei Monate nach dem propagandistischen Hype um den Schah-Sohn treten die Realit\u00e4ten allm\u00e4hlich zutage. Dieser Hype wurde durch eine breit angelegte PR-Kampagne erzeugt: mit Fake-Accounts und k\u00fcnstlicher Intelligenz in den sozialen Medien, mit hunderten gef\u00e4lschten Clips \u00fcber angebliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr Reza Pahlavi im Iran, mit zur Solidarit\u00e4t aufgerufenen und anschlie\u00dfend f\u00fcr ihn vereinnahmten Demonstrationen sowie mit massiv \u00fcberh\u00f6hten Teilnehmerzahlen. Hinzu kam die gezielte Erzeugung des Eindrucks, Reza Pahlavi genie\u00dfe die Unterst\u00fctzung der US-Regierung \u2013 obwohl sp\u00e4ter bekannt wurde, dass viele dieser Inhalte von der Cyberabteilung der Revolutionsgarden produziert und verbreitet worden waren.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->        <\/div>\n                    <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col4-2 tb_sjgh648 last\">\n                    <!-- module image -->\n<div  class=\"module module-image tb_zubn260 image-top   tf_mw\" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"image-wrap tf_rel tf_mw\">\n            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"908\" height=\"514\" src=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/22.03.2026.jpg\" class=\"wp-post-image wp-image-7926\" title=\"22.03.2026\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/22.03.2026.jpg 908w, https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/22.03.2026-300x170.jpg 300w, https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/22.03.2026-768x435.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 908px) 100vw, 908px\" \/>    \n        <\/div>\n    <!-- \/image-wrap -->\n    \n        <\/div>\n<!-- \/module image -->        <\/div>\n                    <\/div>\n        <!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_y0ij659   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <p>Augenzeugen berichteten in den sozialen Medien, dass ihre Teilnahme an einigen Demonstrationen in Solidarit\u00e4t mit den Protesten im Iran missbraucht worden sei. Investigative Berichte deckten die Manipulation der Teilnehmerzahlen auf. Zahlreiche Berichte \u00fcber die Anwerbung von Personen zur Einsch\u00fcchterung von Iranern, damit sie den Schah-Sohn unterst\u00fctzen, enth\u00fcllten einen weiteren Skandal. Diese Einsch\u00fcchterungen gingen so weit, dass ein iranischer Regimegegner in Kanada einen Tag vor einer Gerichtsverhandlung, die im Zusammenhang mit seiner Klage gegen Reza Pahlavi wegen der Drohungen seiner Anh\u00e4nger stattfinden sollte, ermordet wurde.<\/p>\n<p>Was die Iraner jedoch mehr als alles andere gegen den Schah-Sohn aufbrachte, war die Fortsetzung eines Krieges, den er als \u201ehumanit\u00e4re Intervention\u201c bezeichnete, w\u00e4hrend die Zahl der zivilen Opfer t\u00e4glich stieg und immer mehr zivile Infrastrukturen angegriffen und zerst\u00f6rt wurden.<\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/middle-east-and-africa\/2026\/04\/01\/irans-opposition-in-exile-is-rethinking-its-support-for-the-war?taid=69cf60c772732b000138101f&amp;utm_campaign=trueanthem&amp;utm_medium=social&amp;utm_source=twitter\">Economist<\/a> schrieb am 1. April in einem Artikel \u00fcber Iran unter Hinweis auf die Kriegsaufrufe Reza Pahlavis und seiner Anh\u00e4nger, dass mit der Verl\u00e4ngerung des Krieges \u201eviele ins Zweifeln geraten sind\u201c und \u201edie Kundgebungen inzwischen an Gr\u00f6\u00dfe verlieren\u201c. Derselbe Bericht f\u00fcgte hinzu, dass Pahlavi wegen seiner Parteinahme f\u00fcr Israel und seiner Bezeichnung der Bombardierungen als \u201ehumanit\u00e4r\u201c von einigen als \u201en\u00fctzlicher Idiot\u201c f\u00fcr \u00e4u\u00dfere Kr\u00e4fte und als Figur mit autorit\u00e4ren Neigungen dargestellt werde.<\/p>\n<p>Ein langer Artikel im <a href=\"https:\/\/www.newyorker.com\/news\/the-lede\/the-distant-promise-of-irans-would-be-king\">New Yorker<\/a> geht sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnet seine derzeitige Lage als \u201eultimativen Test f\u00fcr Pahlavis Stellung\u201c. Der Artikel schreibt, der Krieg der USA und Israels sei seine beste Chance in beinahe f\u00fcnfzig Jahren gewesen, die Herrschaft seiner Familie wiederherzustellen; zugleich habe genau dieser Krieg die Gefahr geschaffen, dass sich sein Bild vom \u201eAnf\u00fchrer einer geeinten Zukunft\u201c zum \u201eMitverursacher der Zerst\u00f6rung seines Landes\u201c wandle. Im selben Artikel hei\u00dft es, Trump und sein Umfeld h\u00e4tten ihn als \u201eloser prince\u201c bezeichnet, und eine amerikanische Geheimdienstbewertung sei schon zuvor zu dem Schluss gekommen, dass er im Inneren Irans nicht \u00fcber ein ausreichendes Netzwerk verf\u00fcge, um einen Sturz des Regimes anzuf\u00fchren.<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Das Platzen der Blase der Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Schah-Sohn<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Im Februar wurde im Rahmen einer astronomischen Zahlensch\u00f6pfung und einer PR-Kampagne behauptet, an den Demonstrationen in M\u00fcnchen und Toronto h\u00e4tten an einem einzigen Tag jeweils 250.000 bzw. 350.000 Menschen teilgenommen. Die Organisatoren folgten dabei der Maxime, dass eine L\u00fcge, je gr\u00f6\u00dfer sie sei, durch st\u00e4ndige Wiederholung schlie\u00dflich zu einer allgemeinen \u00dcberzeugung werde \u2013 zumindest f\u00fcr eine gewisse Zeit.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->        <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_subrow themify_builder_sub_row tf_w col_align_top tb_col_count_1 tb_iu78659\">\n                <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col-full tb_itlu660 first\">\n                    <!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_2eds660   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <p>Um in M\u00fcnchen die Wahrheit zu erkennen, gen\u00fcgt ein Blick auf diese Fotos:<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->        <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_subrow themify_builder_sub_row tf_w col_align_top tb_col_count_1 tb_ibaw615\">\n                <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col-full tb_g8jc615 first\">\n                    <!-- module image -->\n<div  class=\"module module-image tb_m1tt455 image-top   tf_mw\" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"image-wrap tf_rel tf_mw\">\n            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1011\" height=\"464\" src=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild-1-von5.png\" class=\"wp-post-image wp-image-8175\" title=\"Bild 1 von5\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild-1-von5.png 1011w, https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild-1-von5-300x138.png 300w, https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild-1-von5-768x352.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1011px) 100vw, 1011px\" \/>    \n        <\/div>\n    <!-- \/image-wrap -->\n    \n        <\/div>\n<!-- \/module image --><!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_xmy7994   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <p>Das obere Bild zeigt eine Demonstration am 08. Februar 2025 auf der Theresienwiese in M\u00fcnchen gegen die extreme Rechte, f\u00fcr die damals selbst die h\u00f6chste Sch\u00e4tzung bei nahezu 200.000 Teilnehmern lag, auch wenn manche sie niedriger einsch\u00e4tzten.<\/p>\n<p>Betrachten Sie nun das untere Bild vom selben Ort am 14.02.2026. Die Anh\u00e4nger Reza Pahlavis behaupteten, 250.000 Menschen h\u00e4tten teilgenommen. Diese beiden Bilder sprechen f\u00fcr sich und bed\u00fcrfen keiner weiteren Erkl\u00e4rung. Die Menschenmenge auf dem zweiten Bild betr\u00e4gt kaum ein Zehntel der Menge auf dem ersten Bild.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->        <\/div>\n                    <\/div>\n        <!-- module image -->\n<div  class=\"module module-image tb_eq5v515 image-top   tf_mw\" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"image-wrap tf_rel tf_mw\">\n            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"658\" height=\"352\" src=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild2-von.jpg\" class=\"wp-post-image wp-image-8179\" title=\"Bild2 von\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild2-von.jpg 658w, https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild2-von-300x160.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 658px) 100vw, 658px\" \/>    \n        <\/div>\n    <!-- \/image-wrap -->\n    \n        <\/div>\n<!-- \/module image --><!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_nf4o842   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <p>In Toronto wurde ein Video der Polizei breit verbreitet, in dem sie am Tag vor der Veranstaltung erkl\u00e4rte, die Antragsteller h\u00e4tten eine Demonstration f\u00fcr 350.000 Menschen angemeldet, und erl\u00e4uterte, wie sich dementsprechend die Verkehrslage in der Stadt gestalten werde. Anschlie\u00dfend wurde diese Zahl unter Berufung auf die Polizei an die Medien weitergegeben, und es wurde lautstark verk\u00fcndet, dass so viele Menschen teilgenommen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die Polizei best\u00e4tigte sp\u00e4ter auf Nachfrage schriftlich, dass die genannte Zahl auf dem Antrag der Veranstalter sowie auf den von ihnen gelieferten Informationen und auf allgemeinen Entwicklungen bei Solidarit\u00e4tsdemonstrationen f\u00fcr die Menschen im Iran basiert habe.<\/p>\n<p>Doch wie gesagt: Dieser Ballon platzte sehr schnell. Am 1. M\u00e4rz schrieb <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/berlin\/article69a40ac6e8b82d285614bf53\/dankesrufe-und-ausgelassene-stimmung-bei-iran-demo-in-berlin.html?utm_source=chatgpt.com\">Die Welt<\/a>, dass in Berlin f\u00fcr eine Kundgebung unter dem Motto \u201eFreiheit f\u00fcr Iran unter der F\u00fchrung von Prinz Reza Pahlavi\u201c 5.000 Menschen erwartet worden seien, die Polizei aber nur rund 1.800 registriert habe. Einige Tage sp\u00e4ter, am 7. M\u00e4rz, berichtete die <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/berlin\/article69ac4682f9dc480933abf910\/demonstranten-am-brandenburger-tor-freiheit-fuer-den-iran.html?utm_source=chatgpt.com\">Welt<\/a>, dass an der Kundgebung der Monarchisten in Berlin an diesem Tag etwa tausend Menschen teilnahmen, obwohl die Versammlung f\u00fcr 2.000 Personen angemeldet worden war. Und am 14. M\u00e4rz schrieb die <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/iran-demonstration-in-berlin-fuer-pahlavi-und-monarchie-200633561.html\">Frankfurter Allgemeine Zeitung<\/a>, dass bei der Demonstration, die von der \u201eOrganisation iranische parlamentarische Monarchie\u201c f\u00fcr tausend Personen angemeldet worden war, lediglich rund 120 Menschen am Wittenbergplatz anwesend gewesen seien. Diese absteigende Kurve \u2013 von den Behauptungen \u00fcber 13.000 in Hamburg \u00fcber die Wunschzahl 250.000 in M\u00fcnchen bis hin zu 1.800, tausend und 120 in Berlin \u2013 zeichnet ein klares Bild der tats\u00e4chlichen Unterst\u00fctzung f\u00fcr Reza Pahlavi.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngige Untersuchungen beschr\u00e4nken diesen R\u00fcckgang nicht nur auf die \u201eGr\u00f6\u00dfe\u201c beziehungsweise den \u201eUmfang\u201c, sondern sprechen auch von einer sinkenden Zahl der Kundgebungen. Selbst statistische Auswertungen in Berichten der beiden pro-pahlavistischen Propagandasender \u201eIran International\u201c und \u201eManoto\u201c, auf deren Agenda die \u00dcberh\u00f6hung Reza Pahlavis und seiner Str\u00f6mung steht, sind aufschlussreich. Nach diesen Berichten wurde f\u00fcr die Aufrufe vom 28. und 29. M\u00e4rz 2026 die Gesamtzahl der Teilnehmer in 17 St\u00e4dten und 12 L\u00e4ndern f\u00fcr einen Tag auf etwa 9.510 und in 20 St\u00e4dten und 13 L\u00e4ndern f\u00fcr den anderen Tag auf etwa 12.630 gesch\u00e4tzt; eine Woche zuvor hatten in 33 St\u00e4dten und 16 L\u00e4ndern noch rund 35.410 Menschen teilgenommen \u2013 also ein R\u00fcckgang von etwa 65 Prozent. Diese Zahlen wurden von Pahlavis Propagandamaschinerie verbreitet, die gew\u00f6hnlich mit einem Faktor zehn arbeitet; aber es ist offensichtlich, dass die Lage inzwischen so schlecht ist, dass man selbst mit diesem Faktor keine hohen Zahlen mehr verk\u00fcnden kann.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Krieg; von einer politischen Chance zu einem Faktor der Erosion<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Der wichtigste Faktor f\u00fcr die Entlarvung des wirklichen Charakters Reza Pahlavis waren seine Stellungnahmen zum Krieg. Der New Yorker schreibt, dass er den Angriff der USA und Israels als eine \u201ehumanit\u00e4re Rettungsmission\u201c bezeichnete, w\u00e4hrend der Himmel \u00fcber Teheran vom Rauch der Bombardierungen verdunkelt war und ein Angriff bereits am ersten Tag des Krieges mindestens 175 Menschen, \u00fcberwiegend Kinder, in einer M\u00e4dchenschule in Minab t\u00f6tete. Derselbe Artikel betont, dass Pahlavi sich zu diesem Ereignis nicht \u00e4u\u00dferte, w\u00e4hrend zugleich einer seiner wichtigsten Mitarbeiter, Saeed Ghasseminejad, in Interviews und in den sozialen Medien lebenswichtige \u00d6l- und Gasinfrastrukturen als Ziele hervorhob, die im Krieg zerst\u00f6rt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Auch der Economist formuliert diese Kluft sehr deutlich: Je weiter die Zielliste der USA und Israels sich von Machtzentren des Regimes auf nationale Infrastrukturen ausdehnte, desto gr\u00f6\u00dfer wurden die Sorgen um Familienangeh\u00f6rige und Verwandte im Inneren des Landes. In diesem Kontext wurde Reza Pahlavi vorgeworfen, mehr Mitgef\u00fchl f\u00fcr get\u00f6tete amerikanische Soldaten gezeigt zu haben als f\u00fcr mehr als 1.500 iranische Zivilisten, die bei den Bombardierungen ums Leben kamen. Genau an diesem Punkt empfinden viele Iraner \u2013 selbst wenn sie gegen das Regime sind \u2013, dass sie zwischen einer unterdr\u00fcckerischen Herrschaft und einem \u00e4u\u00dferen Krieg eingeklemmt sind; und jede Kraft, die den Krieg statt des Mitgef\u00fchls mit dem Leid der Bev\u00f6lkerung als Hebel pers\u00f6nlicher oder politischer Macht betrachtet, verliert rasch ihr gesellschaftliches Kapital.<\/p>\n<p>Hier ist ein wichtiger analytischer Punkt zu nennen: Reza Pahlavi bem\u00fchte sich nach au\u00dfen hin, sich als F\u00fchrer eines \u201e\u00dcbergangs\u201c darzustellen, tats\u00e4chlich aber st\u00fctzt er sich f\u00fcr den Sturz des Regimes auf den \u00e4u\u00dferen Krieg. In seiner Rede bei CPAC am 28. M\u00e4rz dankte er Trump mehrfach f\u00fcr die Bombardierungen, betonte die Fortsetzung dieses Kurses bis zum \u201eAbschluss der Mission\u201c und sagte am Ende einen Satz, der symbolisch sehr aufschlussreich war: \u201ePr\u00e4sident Trump wird Amerika wieder gro\u00df machen. Ich beabsichtige, Iran wieder gro\u00df zu machen.\u201c Derselbe Bericht erkl\u00e4rt, dass das Hauptziel dieser Rede darin bestand, seine Botschaft an die Republikanische Partei zu \u00fcbermitteln und vor der Gefahr eines unvollendeten Sturzprozesses zu warnen.<\/p>\n<p>Das Problem dieser Strategie ist offensichtlich: Ein Sturz ist nicht allein durch Bombardierungen m\u00f6glich. Der New Yorker stellt schlie\u00dflich ausdr\u00fccklich fest, dass die amerikanische Geheimdienstbewertung davon ausging, dass Pahlavi im Inneren des Landes nicht \u00fcber ein ausreichendes Netzwerk verf\u00fcgt, um einen Sturz zu f\u00fchren, und dass \u201eman, wenn ein Regime ge\u00e4ndert werden soll, eine Kraft vor Ort braucht und nicht nur Menschen, die einen m\u00f6gen.\u201c Gerade diese Kluft zwischen \u201esymbolischer Popularit\u00e4t\u201c und \u201eorganisierter Kapazit\u00e4t vor Ort\u201c ist einer der wichtigsten Gr\u00fcnde seines Niedergangs.<\/p>\n<p>Die wiederholten Forderungen Reza Pahlavis nach einer Versch\u00e4rfung der milit\u00e4rischen Angriffe auf Iran erfolgen in einer Lage, f\u00fcr die es in der iranischen Geschichte keinen Pr\u00e4zedenzfall gibt: dass jemand einen fremden Staat zu einem Angriff auf das eigene Land aufruft. Das Tanzen und Feiern seiner Anh\u00e4nger \u2013 und wom\u00f6glich auch bezahlter Unterst\u00fctzer \u2013 in verschiedenen St\u00e4dten der Welt hat im Iran Tag f\u00fcr Tag ein noch abscheulicheres Bild vom Schah-Sohn entstehen lassen.<\/p>\n<p>Iraner in Maschhad sagten: Es ist zutiefst absto\u00dfend, dass die Menschen im Iran Bombardierungen ausgesetzt sind, w\u00e4hrend Pahlavis Anh\u00e4nger im Ausland mit Tanz und Jubel zu noch mehr Bombardierungen aufrufen. Sie empfinden es als Schamlosigkeit, dass Reza Pahlavi diesen Krieg einen \u201ehumanit\u00e4ren Krieg\u201c nennt.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Von \u201eHeute nur Einheit\u201c zu \u201eHeute nur ich\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein zweiter Faktor der Erosion ist der Wandel in Reza Pahlavis F\u00fchrungsstil und politischer Sprache. Nach Darstellung des <a href=\"https:\/\/www.newyorker.com\/news\/the-lede\/the-distant-promise-of-irans-would-be-king\">New Yorker<\/a> hatte er sich jahrelang als \u201eeinigende\u201c Figur pr\u00e4sentiert. Doch Mehrdad Youssefiani, sein fr\u00fcherer B\u00fcroleiter, sagt, Pahlavis fr\u00fchere Philosophie habe gelautet: \u201eHeute nur Einheit\u201c; w\u00e4hrend seine heutige Pr\u00e4senz in den sozialen Medien das Bild von \u201eHeute nur ich\u201c vermittelt. F\u00fcr kritische Adressaten, die in seine Koalition eingebunden werden m\u00fcssten, ist dies eine imperiale Pose, die zu all seiner Rhetorik \u00fcber eine inklusive Koalition im Widerspruch steht.<\/p>\n<p>Dieser Wandel beschr\u00e4nkte sich nicht nur auf den Tonfall. Pahlavis \u201ePlattform\u201c vom August 2025 zeichnet das Bild einer Art zentralisierter Machtarchitektur, in der die gesetzgebende K\u00f6rperschaft, die \u00dcbergangsregierung und die \u00dcbergangsjustiz faktisch alle im Schatten des \u201eF\u00fchrers des nationalen Aufstands\u201c agieren und ihre Ernennung oder Absetzung ebenfalls seiner Zustimmung unterliegt. Kritiker haben diesen Plan als Beispiel exzessiver Machtkonzentration, fehlender Wahlen, mangelnder Gewaltenteilung und eines autorit\u00e4ren Modells bewertet. Ein Programm, das eher einer langfristigen, personalisierten \u00dcbergangsf\u00fchrung \u00e4hnelt als einer demokratischen Institutionenbildung \u2013 und genau deshalb ist keine demokratische Kraft bereit, mit ihm zusammenzuarbeiten.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Erosion im eigenen Lager<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein politischer Niedergang wird erst dann wirklich ernst, wenn seine Anzeichen auch im eigenen Lager sichtbar werden. Die wachsende Liste von Absetzbewegungen und Konflikten unter Pahlavis Anh\u00e4ngern und Vertrauten ist bemerkenswert:<\/p>\n<ul>\n<li>Hamed Sheibani Rad, Generalsekret\u00e4r der Partei Iran-e Novin und eine der wichtigsten Figuren im engen Kreis um Reza Pahlavi, wurde aus dieser Position verdr\u00e4ngt. Anschlie\u00dfend bezog Sheibani scharf gegen Pahlavi und dessen Berater Stellung.<\/li>\n<li>Peyman Behboudi, Leiter des Kanals Radio Gilan, nahm in einem Video gegen s\u00e4mtliche Aktivit\u00e4ten Reza Pahlavis und der Monarchisten Stellung.<\/li>\n<li>Mohammad Rahbar, Mitarbeiter und fester Analyst bei Iran International, \u00e4u\u00dferte sich in einer Live-Sendung gegen den Krieg und trat zur\u00fcck.<\/li>\n<li>Hamid Bayrampour, einer der eifrigsten Unterst\u00fctzer Reza Pahlavis, stellte in einem Video nach einer Entschuldigung an das iranische Volk s\u00e4mtliche Aktivit\u00e4ten Pahlavis infrage, darunter dessen kriegsbef\u00fcrwortende Positionen und sein fragw\u00fcrdiges QR-Code-Projekt zur Anwerbung von Elementen aus den Revolutionsgarden.<\/li>\n<li>Saman, einer der Augenverletzten des Aufstands von 2023 und aus dem Umfeld von Pahlavis B\u00fcro, hat sich von ihm abgewandt und inzwischen mehrere Videos gegen die Arbeit und die Mitglieder seines B\u00fcros ver\u00f6ffentlicht.<\/li>\n<li>Behrouz Behboudi, ein fr\u00fcherer Sponsor Pahlavis, der ihm nach eigenen Angaben bislang 20 Millionen Dollar zukommen lie\u00df, betonte in einem Interview mit Exilfernsehen seine Trennung von Pahlavi und sagte: \u201eWeder taugt er etwas noch sind seine Leute anst\u00e4ndig.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Fakten, die hier nur beispielhaft genannt werden, zeigen: Pahlavi verf\u00fcgt nicht einmal in seinem unmittelbaren Umfeld noch \u00fcber den fr\u00fcheren Konsens.<\/p>\n<p>Insbesondere die Frage des Drucks auf das Personal von Iran International und die Kriegsfrage spielen bei diesen Absetzbewegungen eine zentrale Rolle. Auch der Economist weist darauf hin, dass Iran International den Krieg und die R\u00fcckkehr der Pahlavi-Familie auf den Thron unterst\u00fctzt; doch je l\u00e4nger der Krieg andauert, desto mehr wird gerade diese mediale Parteinahme f\u00fcr Teile der Basis und des Publikums selbst zu einem Problem. Wenn eine politische Str\u00f6mung zu ihrem \u00dcberleben vollst\u00e4ndige mediale Gleichschaltung und das Ausschalten oder Verstummenlassen kritischer Stimmen in ihrem Umfeld braucht, ist das in der Regel kein Zeichen von St\u00e4rke, sondern ein Zeichen von Zerbrechlichkeit und Nervosit\u00e4t.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong> Verunsicherung des Diasporaraums<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein weiterer wichtiger Aspekt des Niedergangs ist das zunehmend sichtbare Bild von Gewalt, Einsch\u00fcchterung und Lumpenproletariat unter einem Teil der Pahlavi-Anh\u00e4nger im Ausland. Der <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/uk-news\/2026\/mar\/22\/british-iranians-safety-concerns-authorities-iran-war-uk-diaspora?utm_source=chatgpt.com\">Guardian<\/a> schrieb am 22. M\u00e4rz, dass britisch-iranische B\u00fcrger ihre Sicherheitsbedenken den Beh\u00f6rden mitgeteilt h\u00e4tten; unter anderem wegen Online-Videos, in denen Personen in London als \u201eaggressiv\u201c und \u201en\u00f6tigend\u201c beschrieben wurden. In diesem Bericht spricht Naghmeh Rajabi ausdr\u00fccklich von \u201eVorf\u00e4llen im Zusammenhang mit diesen Monarchisten und ihrer Einsch\u00fcchterung\u201c und erkl\u00e4rt, dass einige von ihnen Ladenbesitzer dazu gedr\u00e4ngt h\u00e4tten, das Symbol von L\u00f6we und Sonne in ihre Schaufenster zu h\u00e4ngen. Sogar die \u00f6rtliche Polizei hat auf diese Sorgen reagiert, Gespr\u00e4che mit der Gemeinschaft und mit Gesch\u00e4ftsinhabern gef\u00fchrt und ihre Streifen verst\u00e4rkt. Der Guardian verweist au\u00dferdem auf eine Petition, die das britische Innenministerium auffordert, Gruppen von Reza-Pahlavi-Anh\u00e4ngern unter dem Gesichtspunkt von Bedrohung und Einsch\u00fcchterung zu untersuchen.<\/p>\n<p>Dieser Bericht steht im Einklang mit Dokumenten und Schilderungen \u00fcber Angriffe von Monarchisten auf den \u201eIran Freedom Congress\u201c in London sowie \u00fcber Attacken auf Treffen und Versammlungen anderer Oppositionsstr\u00f6mungen. Mit der Durchf\u00fchrung des Iran Freedom Congress in London setzte eine Welle von Angriffen durch Monarchisten in den sozialen Medien und in Medien wie Kayhan London gegen die Teilnehmer ein. Auch am Rande von CPAC war im Vorfeld dazu aufgerufen worden, dass Pahlavi-Anh\u00e4nger Plakate gegen die Oppositionsbewegung der Volksmojahedin mitbringen und Kontakte amerikanischer Politiker mit ihnen verhindern sollten. Insgesamt erinnert dieses Bild, statt auf eine \u201enationale und inklusive\u201c Str\u00f6mung hinzuweisen, vielmehr an ein ausgrenzendes, gewaltt\u00e4tiges und gegen\u00fcber Konkurrenten intolerantes Milieu.<\/p>\n<p>Berichte von Augenzeugen aus \u00d6sterreich besagen, dass in Wien Pahlavi-Anh\u00e4nger Restaurantbesitzer und Gesch\u00e4ftsinhaber aufgesucht und sie unter \u201eDrohung und Druck\u201c dazu gebracht haben sollen, Fahnen und Bilder Reza Pahlavis anzubringen; diesen Berichten zufolge befasst sich sogar die Polizei mit dem Vorfall.<\/p>\n<p>Dutzende F\u00e4lle physischer Angriffe durch monarchistische Angreifer auf Demonstrationen iranischer Oppositionsgruppen im Ausland, die die monarchische Diktatur ablehnten, sind dokumentiert; in vielen dieser F\u00e4lle laufen Gerichtsverfahren. Zielscheibe dieser Angriffe waren sowohl Versammlungen unterschiedlicher politischer Str\u00f6mungen als auch ethnischer Nationalit\u00e4ten.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->        <\/div>\n                    <\/div>\n                <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_subrow themify_builder_sub_row tf_w col_align_top tb_col_count_2 tb_7jtm287\">\n                <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col4-2 tb_mmg9287 first\">\n                    <!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_q8dn258   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <ol start=\"6\">\n<li><strong> Der Mordfall Masoud Masjoudi; ein dunkler Punkt<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Auch der Mordfall Masoud Masjoudi in Kanada ist, ungeachtet des endg\u00fcltigen juristischen Ausgangs, zu einem ernsthaften Makel im Umfeld der pahlavistischen Netzwerke geworden. Masoud Masjoudi, Mathematikdozent an der Simon Fraser University und ein offener Kritiker sowohl der Islamischen Republik als auch Reza Pahlavis, verschwand am 2. Februar; am 6. M\u00e4rz wurden seine sterblichen \u00dcberreste in Mission, British Columbia, gefunden. Die Polizei bezeichnete den Fall von Anfang an als \u201egezielt\u201c.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->        <\/div>\n                    <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col4-2 tb_etqh287 last\">\n                    <!-- module image -->\n<div  class=\"module module-image tb_kgvu985 image-top   tf_mw\" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"image-wrap tf_rel tf_mw\">\n            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"90\" height=\"119\" src=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Massjoudi.jpg\" class=\"wp-post-image wp-image-8182\" title=\"Massjoudi\" alt=\"\">    \n        <\/div>\n    <!-- \/image-wrap -->\n    \n        <div class=\"image-content\">\n                        <div class=\"image-caption tb_text_wrap\">\n            Masoud Masjoudi        <\/div>\n        <!-- \/image-caption -->\n            <\/div>\n    <!-- \/image-content -->\n        <\/div>\n<!-- \/module image -->        <\/div>\n                    <\/div>\n        <!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_gc41607   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <p>Am 13. M\u00e4rz wurden dann zwei Personen, Mehdi Ahmadzadeh Razavi und Arezou Soltani, wegen Mordes ersten Grades festgenommen. In Gerichtsunterlagen, darunter in einer eidesstattlichen Erkl\u00e4rung, wurde behauptet, dass bei einem Treffen zwischen diesen beiden dar\u00fcber gesprochen worden sei, wie man Masjoudi \u201ezum Schweigen bringen\u201c k\u00f6nne, und dass sogar von einer \u201eSubstanz\u201c die Rede gewesen sei, mit der man ihn beseitigen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hatte Masjoudi laut einem Bericht von Canadian Press diese beiden Personen als Mitglieder einer Gruppe namens CIWF und als Unterst\u00fctzer Reza Pahlavis bezeichnet. Masjoudi selbst hatte zuvor gegen Reza Pahlavi Klage wegen Verleumdung, Bel\u00e4stigung und einer Art koordinierter Kampagne eingereicht. In dem Bericht von Canadian Press, der auf eidesstattlichen Erkl\u00e4rungen beruhte, hei\u00dft es, Masjoudi habe Arezou Soltani einer \u201eAusrichtung auf das iranische Regime\u201c und Mehdi Ahmadzadeh Razavi einer Art \u201eLoyalit\u00e4t gegen\u00fcber iranischen Geheimdiensten\u201c beschuldigt. In seiner Korrespondenz hatte er betont, Ahmadzadeh Razavi und Soltani seien Mitglieder einer Gruppe namens Canadian Iranian Wakuppers Foundation (CIWF) und unterst\u00fctzten Reza Pahlavi. Auch dies ist ein weiteres Anzeichen f\u00fcr eine m\u00f6gliche Infiltration des iranischen Geheimdienstes in den Kreis der engen Unterst\u00fctzer Reza Pahlavis.<\/p>\n<p>Masjoudi hatte zuvor bereits gegen Reza Pahlavi geklagt. Er warf Reza Pahlavi und einigen Personen aus dessen Umfeld oder mit Bezug zu diesem Umfeld Verleumdung, Bel\u00e4stigung und eine koordinierte Kampagne gegen ihn vor. Die Gerichtsverhandlung zu seiner Klage gegen Reza Pahlavi sollte am Tag nach seinem Verschwinden stattfinden.<\/p>\n<p>Auch wenn sein Mord bis zu diesem Zeitpunkt weder offiziell noch gerichtlich als \u201epolitisch\u201c eingestuft worden ist, gibt es doch gewichtige Hinweise, die den Fall als politisch oder zumindest mit politischen Feindseligkeiten durchsetzt erscheinen lassen. Die \u00f6ffentlich bekannten Unterlagen zeigen vor allem seinen heftigen Konflikt mit einigen Personen in monarchistischen Kreisen sowie seine Vorw\u00fcrfe gegen manche Akteure aus diesen Kreisen, dem iranischen Regime oder dessen Geheimdiensten nahezustehen. (Quellen: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2026\/mar\/17\/two-men-court-murder-iranian-activist-canada\">Guardian<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/fa-ir\/%D8%AF%D9%88-%D9%86%D9%81%D8%B1-%D8%A8%D9%87-%D8%A7%D8%AA%D9%87%D8%A7%D9%85-%D9%82%D8%AA%D9%84-%D9%85%D8%B3%D8%B9%D9%88%D8%AF-%D9%85%D8%B3%D8%AC%D9%88%D8%AF%DB%8C-%D8%AF%D8%B1-%DA%A9%D8%A7%D9%86%D8%A7%D8%AF%D8%A7-%D8%A8%D8%A7%D8%B2%D8%AF%D8%A7%D8%B4%D8%AA-%D8%B4%D8%AF%D9%86%D8%AF\/a-76366621\">Deutsche Welle Farsi<\/a>, Canadian Press, <a href=\"https:\/\/toronto.citynews.ca\/2026\/03\/22\/b-c-naturopath-alleges-suspects-in-iran-activists-murder-sought-to-silence-him\/?utm_source=chatgpt.com\">Toronto City News<\/a>, <a href=\"https:\/\/bobmackin.substack.com\/p\/murder-victim-and-suspects-were-feuding?utm_source=chatgpt.com\">The Breaker News<\/a>)<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong> Die K\u00e4lte Washingtons<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Vielleicht der wichtigste Indikator des Niedergangs auf internationaler Ebene ist das Misstrauen Washingtons. Als Trump gefragt wurde, ob Pahlavi eine Option f\u00fcr die k\u00fcnftige F\u00fchrung Irans sei, antwortete er: \u201eEinige m\u00f6gen ihn.\u201c Er f\u00fcgte jedoch sofort hinzu, dass seiner Ansicht nach \u201ejemand von innen\u201c wom\u00f6glich geeigneter w\u00e4re. Auch der New Yorker schrieb, dass die amerikanische Geheimdienstbewertung zu dem Schluss gekommen sei, dass er im Inneren des Landes nicht \u00fcber ein ausreichendes Netzwerk verf\u00fcge und dass die amerikanische Regierung ihn nie wirklich ernst genommen habe. In demselben Artikel wird ein Iran-Experte mit den Worten zitiert, dass es einen Unterschied gebe zwischen einer Organisation vor Ort und blo\u00df Menschen, die einen m\u00f6gen.<\/p>\n<p>Laut <a href=\"https:\/\/www.politico.com\/news\/2026\/03\/23\/hes-a-hot-option-white-house-eyes-irans-parliament-speaker-as-potential-u-s-backed-leader-00840730\">Politico<\/a> vom 23. M\u00e4rz 2026 sagten zwei Vertreter der US-Regierung auf die Frage, ob man \u201eReza Pahlavi jetzt im Iran einsetzen\u201c solle: \u201eAuf keinen Fall, nein &#8230; Er ist im Ausland aufgewachsen. Das ist das Letzte, was man dort braucht. Das w\u00fcrde ins Chaos f\u00fchren &#8230; Pahlavi steht \u00fcberhaupt nicht zur Debatte.\u201c Wie auch immer: Die Summe dieser Positionen sagt eines deutlich aus: Pahlavi ist nicht nur nicht Washingtons Endoption, sondern gilt nicht einmal als eine ernsthafte und verl\u00e4ssliche Option.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text --><!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_85v6680   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <ol start=\"8\">\n<li><strong> Die Frage der Nationalit\u00e4ten und die Sprache der Ausgrenzung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein weiterer wichtiger Aspekt sind Reza Pahlavis Positionen gegen\u00fcber den iranischen Nationalit\u00e4ten, insbesondere den Kurden. Am 22. Februar 2026 erkl\u00e4rten die f\u00fcnf wichtigsten Parteien des iranischen Kurdistan in einer gemeinsamen Allianz im Kampf gegen das Mullah-Regime, dass sie die Errichtung eines demokratischen und s\u00e4kularen Systems anstrebten, das die Rechte der Nationalit\u00e4ten und der Angeh\u00f6rigen verschiedener Religionen garantiert.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->        <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_subrow themify_builder_sub_row tf_w col_align_top tb_col_count_2 tb_ba2h14\">\n                <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col4-2 tb_88nm15 first\">\n                    <!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_883n11   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <ol start=\"22\">\n<li><strong> Februar 2026 \u2013 Versammlung zur Bekanntgabe der Allianz der f\u00fcnf iranisch-kurdischen Parteien<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/DVLykoFDAqG\/?utm_source=ig_embed&amp;img_index=3\">Reza Pahlavis Reaktion auf dieses B\u00fcndnis bestand darin, diese Parteien als \u201eSeparatisten\u201c zu bezeichnen und zu warnen, dass er sie in Zukunft \u2013 also f\u00fcr den Fall, dass er an die Macht k\u00e4me \u2013 mit der iranischen Armee unterdr\u00fccken werde.<\/a> Als Reaktion darauf bewertete das kurdische B\u00fcndnis diese Haltung als Ausdruck einer neofaschistischen und sicherheitsstaatlichen Denkweise, die sich strukturell kaum von den repressiven Regimen der Vergangenheit und Gegenwart Irans unterscheidet.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->        <\/div>\n                    <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col4-2 tb_yp9a15 last\">\n                    <!-- module image -->\n<div  class=\"module module-image tb_ebu9289 image-top   tf_mw\" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"image-wrap tf_rel tf_mw\">\n            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"375\" height=\"153\" src=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Kordha.png\" class=\"wp-post-image wp-image-8189\" title=\"Kordha\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Kordha.png 375w, https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Kordha-300x122.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/>    \n        <\/div>\n    <!-- \/image-wrap -->\n    \n        <div class=\"image-content\">\n                        <div class=\"image-caption tb_text_wrap\">\n            F\u00fchrer der iranischen kurdischen Parteien        <\/div>\n        <!-- \/image-caption -->\n            <\/div>\n    <!-- \/image-content -->\n        <\/div>\n<!-- \/module image -->        <\/div>\n                    <\/div>\n                <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_subrow themify_builder_sub_row tf_w col_align_top tb_col_count_2 tb_zvb0462\">\n                <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col4-2 tb_rzw9463 first\">\n                    <!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_jfym608   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <p>Aus politischer Sicht sind solche Positionen f\u00fcr jemanden, der sich als \u201enationale\u201c und \u201einklusive\u201c Alternative darstellen will, \u00e4u\u00dferst kostspielig. In einem Land mit ethnischer, sprachlicher und religi\u00f6ser Vielfalt f\u00fchrt die Sprache der Etikettierung als \u201eSeparatisten\u201c und die Drohung mit \u201ek\u00fcnftiger Unterdr\u00fcckung\u201c nicht nur nicht zu einer Ann\u00e4herung, sondern verst\u00e4rkt das Misstrauen der Nationalit\u00e4ten, ethnischen Gruppen und eines gro\u00dfen Teils der demokratischen Kr\u00e4fte. Genau hier erh\u00e4lt der Slogan \u201eWeder Schah noch Scheich\u201c f\u00fcr einen Teil der Gesellschaft erneut seine Bedeutung: n\u00e4mlich als gleichzeitige Zur\u00fcckweisung sowohl der religi\u00f6sen Tyrannei als auch der Wiederkehr monarchischer Autorit\u00e4tsherrschaft.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->        <\/div>\n                    <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col4-2 tb_i1or463 last\">\n                    <!-- module image -->\n<div  class=\"module module-image tb_s6nl375 image-top   tf_mw\" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"image-wrap tf_rel tf_mw\">\n            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"714\" height=\"343\" src=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Sahar.jpg\" class=\"wp-post-image wp-image-8200\" title=\"Sahar\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Sahar.jpg 714w, https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Sahar-300x144.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 714px) 100vw, 714px\" \/>    \n        <\/div>\n    <!-- \/image-wrap -->\n    \n        <div class=\"image-content\">\n                        <div class=\"image-caption tb_text_wrap\">\n            Sahar Sanaie spricht bei einer Veranstaltung        <\/div>\n        <!-- \/image-caption -->\n            <\/div>\n    <!-- \/image-content -->\n        <\/div>\n<!-- \/module image -->        <\/div>\n                    <\/div>\n        <!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_ahqr728   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <p><strong>Zusammenfassung<\/strong><\/p>\n<p>Die breit angelegte Propaganda, Reza Pahlavi als F\u00fchrer der Opposition zu etablieren, zerfiel in weniger als zwei Monaten aus mehreren Gr\u00fcnden:<\/p>\n<ul>\n<li>Erstens repr\u00e4sentiert er die Vergangenheit, n\u00e4mlich die Diktatur seines Vaters.<\/li>\n<li>Zweitens fehlt es ihm an einer realen Organisation und einer tats\u00e4chlichen Basis im Inneren Irans.<\/li>\n<li>Drittens hat er sich offen mit dem \u00e4u\u00dferen Krieg identifiziert und war nicht in der Lage, sich moralisch und politisch von der Bombardierung des Landes zu distanzieren.<\/li>\n<li>Viertens zeigt sich ein zunehmender Autoritarismus in seiner Sprache und seinem politischen Programm.<\/li>\n<li>F\u00fcnftens kam es zu Absetzbewegungen im Kreis seiner Nahestehenden und Unterst\u00fctzer.<\/li>\n<li>Sechstens verdichtet sich das Bild von Gewalt und Einsch\u00fcchterung unter einem Teil seiner Anh\u00e4nger im Ausland.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Infolgedessen scheiterte seine breit angelegte und kostspielige Lobbykampagne zur Gewinnung Washingtons, und am Ende blieb ihm die Bezeichnung \u201eloser prince\u201c.<\/p>\n<p>Einfacher gesagt: Reza Pahlavi setzte mit aller Kraft auf den Beginn eines Krieges durch die USA und Israel \u2013 selbst um den Preis der Bombardierung ziviler Einrichtungen und ziviler Opfer \u2013, doch heute r\u00e4umen alle ein, dass ein Regimewechsel nicht durch Luftangriffe herbeigef\u00fchrt wird. Aus der Sicht vieler Iraner wollte Reza Pahlavi zur Macht gelangen, indem er Krieg forderte, und lie\u00df durch seine Berater sogar Angriffe auf zivile Einrichtungen propagieren. Deshalb mag er in der Propaganda noch immer stark pr\u00e4sent sein; in den Augen vieler Menschen im Iran aber gilt er, wenn er fr\u00fcher nur der Sohn eines Diktators war, heute als ein \u201eVerr\u00e4ter\u201c.Top of FormBottom of Form<\/p>\n<p><strong>Sahar Sanaei <\/strong>ist Expertin f\u00fcr Iran und Menschenrechtsfragen mit besonderem Schwerpunkt auf der Menschenrechtslage und politischer Repression im Iran. Seit 2016 nimmt sie regelm\u00e4\u00dfig an den Sitzungen des UN-Menschenrechtsrats in Genf teil und verfolgt dort im Austausch mit diplomatischen Delegationen die Menschenrechtsentwicklung im Iran. Zudem ist sie als Analystin und Autorin zu Iran-Themen t\u00e4tig und gilt als profilierte Ansprechpartnerin zu Iran und Menschenrechten.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->        <\/div>\n                        <\/div>\n        <\/div>\n        <\/div>\n<!--\/themify_builder_content-->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fakten und Analyse \u2013 09. April 2026 Von Sahar Sanaie*<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7926,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,34,1],"tags":[],"class_list":["post-8167","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-monarchie","category-uncategorized","has-post-title","has-post-date","has-post-category","has-post-tag","has-post-comment","has-post-author",""],"builder_content":"<p>Weniger als drei Monate nach dem propagandistischen Hype um den Schah-Sohn treten die Realit\u00e4ten allm\u00e4hlich zutage. Dieser Hype wurde durch eine breit angelegte PR-Kampagne erzeugt: mit Fake-Accounts und k\u00fcnstlicher Intelligenz in den sozialen Medien, mit hunderten gef\u00e4lschten Clips \u00fcber angebliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr Reza Pahlavi im Iran, mit zur Solidarit\u00e4t aufgerufenen und anschlie\u00dfend f\u00fcr ihn vereinnahmten Demonstrationen sowie mit massiv \u00fcberh\u00f6hten Teilnehmerzahlen. Hinzu kam die gezielte Erzeugung des Eindrucks, Reza Pahlavi genie\u00dfe die Unterst\u00fctzung der US-Regierung \u2013 obwohl sp\u00e4ter bekannt wurde, dass viele dieser Inhalte von der Cyberabteilung der Revolutionsgarden produziert und verbreitet worden waren.<\/p>\n<img src=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/22.03.2026.jpg\" title=\"22.03.2026\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/22.03.2026.jpg 908w, https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/22.03.2026-300x170.jpg 300w, https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/22.03.2026-768x435.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 908px) 100vw, 908px\" \/>\n<p>Augenzeugen berichteten in den sozialen Medien, dass ihre Teilnahme an einigen Demonstrationen in Solidarit\u00e4t mit den Protesten im Iran missbraucht worden sei. Investigative Berichte deckten die Manipulation der Teilnehmerzahlen auf. Zahlreiche Berichte \u00fcber die Anwerbung von Personen zur Einsch\u00fcchterung von Iranern, damit sie den Schah-Sohn unterst\u00fctzen, enth\u00fcllten einen weiteren Skandal. Diese Einsch\u00fcchterungen gingen so weit, dass ein iranischer Regimegegner in Kanada einen Tag vor einer Gerichtsverhandlung, die im Zusammenhang mit seiner Klage gegen Reza Pahlavi wegen der Drohungen seiner Anh\u00e4nger stattfinden sollte, ermordet wurde.<\/p> <p>Was die Iraner jedoch mehr als alles andere gegen den Schah-Sohn aufbrachte, war die Fortsetzung eines Krieges, den er als \u201ehumanit\u00e4re Intervention\u201c bezeichnete, w\u00e4hrend die Zahl der zivilen Opfer t\u00e4glich stieg und immer mehr zivile Infrastrukturen angegriffen und zerst\u00f6rt wurden.<\/p> <p>Der <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/middle-east-and-africa\/2026\/04\/01\/irans-opposition-in-exile-is-rethinking-its-support-for-the-war?taid=69cf60c772732b000138101f&amp;utm_campaign=trueanthem&amp;utm_medium=social&amp;utm_source=twitter\">Economist<\/a> schrieb am 1. April in einem Artikel \u00fcber Iran unter Hinweis auf die Kriegsaufrufe Reza Pahlavis und seiner Anh\u00e4nger, dass mit der Verl\u00e4ngerung des Krieges \u201eviele ins Zweifeln geraten sind\u201c und \u201edie Kundgebungen inzwischen an Gr\u00f6\u00dfe verlieren\u201c. Derselbe Bericht f\u00fcgte hinzu, dass Pahlavi wegen seiner Parteinahme f\u00fcr Israel und seiner Bezeichnung der Bombardierungen als \u201ehumanit\u00e4r\u201c von einigen als \u201en\u00fctzlicher Idiot\u201c f\u00fcr \u00e4u\u00dfere Kr\u00e4fte und als Figur mit autorit\u00e4ren Neigungen dargestellt werde.<\/p> <p>Ein langer Artikel im <a href=\"https:\/\/www.newyorker.com\/news\/the-lede\/the-distant-promise-of-irans-would-be-king\">New Yorker<\/a> geht sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnet seine derzeitige Lage als \u201eultimativen Test f\u00fcr Pahlavis Stellung\u201c. Der Artikel schreibt, der Krieg der USA und Israels sei seine beste Chance in beinahe f\u00fcnfzig Jahren gewesen, die Herrschaft seiner Familie wiederherzustellen; zugleich habe genau dieser Krieg die Gefahr geschaffen, dass sich sein Bild vom \u201eAnf\u00fchrer einer geeinten Zukunft\u201c zum \u201eMitverursacher der Zerst\u00f6rung seines Landes\u201c wandle. Im selben Artikel hei\u00dft es, Trump und sein Umfeld h\u00e4tten ihn als \u201eloser prince\u201c bezeichnet, und eine amerikanische Geheimdienstbewertung sei schon zuvor zu dem Schluss gekommen, dass er im Inneren Irans nicht \u00fcber ein ausreichendes Netzwerk verf\u00fcge, um einen Sturz des Regimes anzuf\u00fchren.<\/p> <ol> <li><strong> Das Platzen der Blase der Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Schah-Sohn<\/strong><\/li> <\/ol> <p>Im Februar wurde im Rahmen einer astronomischen Zahlensch\u00f6pfung und einer PR-Kampagne behauptet, an den Demonstrationen in M\u00fcnchen und Toronto h\u00e4tten an einem einzigen Tag jeweils 250.000 bzw. 350.000 Menschen teilgenommen. Die Organisatoren folgten dabei der Maxime, dass eine L\u00fcge, je gr\u00f6\u00dfer sie sei, durch st\u00e4ndige Wiederholung schlie\u00dflich zu einer allgemeinen \u00dcberzeugung werde \u2013 zumindest f\u00fcr eine gewisse Zeit.<\/p>\n<p>Um in M\u00fcnchen die Wahrheit zu erkennen, gen\u00fcgt ein Blick auf diese Fotos:<\/p>\n<img src=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild-1-von5.png\" title=\"Bild 1 von5\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild-1-von5.png 1011w, https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild-1-von5-300x138.png 300w, https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild-1-von5-768x352.png 768w\" sizes=\"(max-width: 1011px) 100vw, 1011px\" \/>\n<p>Das obere Bild zeigt eine Demonstration am 08. Februar 2025 auf der Theresienwiese in M\u00fcnchen gegen die extreme Rechte, f\u00fcr die damals selbst die h\u00f6chste Sch\u00e4tzung bei nahezu 200.000 Teilnehmern lag, auch wenn manche sie niedriger einsch\u00e4tzten.<\/p> <p>Betrachten Sie nun das untere Bild vom selben Ort am 14.02.2026. Die Anh\u00e4nger Reza Pahlavis behaupteten, 250.000 Menschen h\u00e4tten teilgenommen. Diese beiden Bilder sprechen f\u00fcr sich und bed\u00fcrfen keiner weiteren Erkl\u00e4rung. Die Menschenmenge auf dem zweiten Bild betr\u00e4gt kaum ein Zehntel der Menge auf dem ersten Bild.<\/p>\n<img src=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild2-von.jpg\" title=\"Bild2 von\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild2-von.jpg 658w, https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild2-von-300x160.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 658px) 100vw, 658px\" \/>\n<p>In Toronto wurde ein Video der Polizei breit verbreitet, in dem sie am Tag vor der Veranstaltung erkl\u00e4rte, die Antragsteller h\u00e4tten eine Demonstration f\u00fcr 350.000 Menschen angemeldet, und erl\u00e4uterte, wie sich dementsprechend die Verkehrslage in der Stadt gestalten werde. Anschlie\u00dfend wurde diese Zahl unter Berufung auf die Polizei an die Medien weitergegeben, und es wurde lautstark verk\u00fcndet, dass so viele Menschen teilgenommen h\u00e4tten.<\/p> <p>Die Polizei best\u00e4tigte sp\u00e4ter auf Nachfrage schriftlich, dass die genannte Zahl auf dem Antrag der Veranstalter sowie auf den von ihnen gelieferten Informationen und auf allgemeinen Entwicklungen bei Solidarit\u00e4tsdemonstrationen f\u00fcr die Menschen im Iran basiert habe.<\/p> <p>Doch wie gesagt: Dieser Ballon platzte sehr schnell. Am 1. M\u00e4rz schrieb <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/berlin\/article69a40ac6e8b82d285614bf53\/dankesrufe-und-ausgelassene-stimmung-bei-iran-demo-in-berlin.html?utm_source=chatgpt.com\">Die Welt<\/a>, dass in Berlin f\u00fcr eine Kundgebung unter dem Motto \u201eFreiheit f\u00fcr Iran unter der F\u00fchrung von Prinz Reza Pahlavi\u201c 5.000 Menschen erwartet worden seien, die Polizei aber nur rund 1.800 registriert habe. Einige Tage sp\u00e4ter, am 7. M\u00e4rz, berichtete die <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/berlin\/article69ac4682f9dc480933abf910\/demonstranten-am-brandenburger-tor-freiheit-fuer-den-iran.html?utm_source=chatgpt.com\">Welt<\/a>, dass an der Kundgebung der Monarchisten in Berlin an diesem Tag etwa tausend Menschen teilnahmen, obwohl die Versammlung f\u00fcr 2.000 Personen angemeldet worden war. Und am 14. M\u00e4rz schrieb die <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/iran-demonstration-in-berlin-fuer-pahlavi-und-monarchie-200633561.html\">Frankfurter Allgemeine Zeitung<\/a>, dass bei der Demonstration, die von der \u201eOrganisation iranische parlamentarische Monarchie\u201c f\u00fcr tausend Personen angemeldet worden war, lediglich rund 120 Menschen am Wittenbergplatz anwesend gewesen seien. Diese absteigende Kurve \u2013 von den Behauptungen \u00fcber 13.000 in Hamburg \u00fcber die Wunschzahl 250.000 in M\u00fcnchen bis hin zu 1.800, tausend und 120 in Berlin \u2013 zeichnet ein klares Bild der tats\u00e4chlichen Unterst\u00fctzung f\u00fcr Reza Pahlavi.<\/p> <p>Unabh\u00e4ngige Untersuchungen beschr\u00e4nken diesen R\u00fcckgang nicht nur auf die \u201eGr\u00f6\u00dfe\u201c beziehungsweise den \u201eUmfang\u201c, sondern sprechen auch von einer sinkenden Zahl der Kundgebungen. Selbst statistische Auswertungen in Berichten der beiden pro-pahlavistischen Propagandasender \u201eIran International\u201c und \u201eManoto\u201c, auf deren Agenda die \u00dcberh\u00f6hung Reza Pahlavis und seiner Str\u00f6mung steht, sind aufschlussreich. Nach diesen Berichten wurde f\u00fcr die Aufrufe vom 28. und 29. M\u00e4rz 2026 die Gesamtzahl der Teilnehmer in 17 St\u00e4dten und 12 L\u00e4ndern f\u00fcr einen Tag auf etwa 9.510 und in 20 St\u00e4dten und 13 L\u00e4ndern f\u00fcr den anderen Tag auf etwa 12.630 gesch\u00e4tzt; eine Woche zuvor hatten in 33 St\u00e4dten und 16 L\u00e4ndern noch rund 35.410 Menschen teilgenommen \u2013 also ein R\u00fcckgang von etwa 65 Prozent. Diese Zahlen wurden von Pahlavis Propagandamaschinerie verbreitet, die gew\u00f6hnlich mit einem Faktor zehn arbeitet; aber es ist offensichtlich, dass die Lage inzwischen so schlecht ist, dass man selbst mit diesem Faktor keine hohen Zahlen mehr verk\u00fcnden kann.<\/p> <ol start=\"2\"> <li><strong> Krieg; von einer politischen Chance zu einem Faktor der Erosion<\/strong><\/li> <\/ol> <p>Der wichtigste Faktor f\u00fcr die Entlarvung des wirklichen Charakters Reza Pahlavis waren seine Stellungnahmen zum Krieg. Der New Yorker schreibt, dass er den Angriff der USA und Israels als eine \u201ehumanit\u00e4re Rettungsmission\u201c bezeichnete, w\u00e4hrend der Himmel \u00fcber Teheran vom Rauch der Bombardierungen verdunkelt war und ein Angriff bereits am ersten Tag des Krieges mindestens 175 Menschen, \u00fcberwiegend Kinder, in einer M\u00e4dchenschule in Minab t\u00f6tete. Derselbe Artikel betont, dass Pahlavi sich zu diesem Ereignis nicht \u00e4u\u00dferte, w\u00e4hrend zugleich einer seiner wichtigsten Mitarbeiter, Saeed Ghasseminejad, in Interviews und in den sozialen Medien lebenswichtige \u00d6l- und Gasinfrastrukturen als Ziele hervorhob, die im Krieg zerst\u00f6rt werden k\u00f6nnten.<\/p> <p>Auch der Economist formuliert diese Kluft sehr deutlich: Je weiter die Zielliste der USA und Israels sich von Machtzentren des Regimes auf nationale Infrastrukturen ausdehnte, desto gr\u00f6\u00dfer wurden die Sorgen um Familienangeh\u00f6rige und Verwandte im Inneren des Landes. In diesem Kontext wurde Reza Pahlavi vorgeworfen, mehr Mitgef\u00fchl f\u00fcr get\u00f6tete amerikanische Soldaten gezeigt zu haben als f\u00fcr mehr als 1.500 iranische Zivilisten, die bei den Bombardierungen ums Leben kamen. Genau an diesem Punkt empfinden viele Iraner \u2013 selbst wenn sie gegen das Regime sind \u2013, dass sie zwischen einer unterdr\u00fcckerischen Herrschaft und einem \u00e4u\u00dferen Krieg eingeklemmt sind; und jede Kraft, die den Krieg statt des Mitgef\u00fchls mit dem Leid der Bev\u00f6lkerung als Hebel pers\u00f6nlicher oder politischer Macht betrachtet, verliert rasch ihr gesellschaftliches Kapital.<\/p> <p>Hier ist ein wichtiger analytischer Punkt zu nennen: Reza Pahlavi bem\u00fchte sich nach au\u00dfen hin, sich als F\u00fchrer eines \u201e\u00dcbergangs\u201c darzustellen, tats\u00e4chlich aber st\u00fctzt er sich f\u00fcr den Sturz des Regimes auf den \u00e4u\u00dferen Krieg. In seiner Rede bei CPAC am 28. M\u00e4rz dankte er Trump mehrfach f\u00fcr die Bombardierungen, betonte die Fortsetzung dieses Kurses bis zum \u201eAbschluss der Mission\u201c und sagte am Ende einen Satz, der symbolisch sehr aufschlussreich war: \u201ePr\u00e4sident Trump wird Amerika wieder gro\u00df machen. Ich beabsichtige, Iran wieder gro\u00df zu machen.\u201c Derselbe Bericht erkl\u00e4rt, dass das Hauptziel dieser Rede darin bestand, seine Botschaft an die Republikanische Partei zu \u00fcbermitteln und vor der Gefahr eines unvollendeten Sturzprozesses zu warnen.<\/p> <p>Das Problem dieser Strategie ist offensichtlich: Ein Sturz ist nicht allein durch Bombardierungen m\u00f6glich. Der New Yorker stellt schlie\u00dflich ausdr\u00fccklich fest, dass die amerikanische Geheimdienstbewertung davon ausging, dass Pahlavi im Inneren des Landes nicht \u00fcber ein ausreichendes Netzwerk verf\u00fcgt, um einen Sturz zu f\u00fchren, und dass \u201eman, wenn ein Regime ge\u00e4ndert werden soll, eine Kraft vor Ort braucht und nicht nur Menschen, die einen m\u00f6gen.\u201c Gerade diese Kluft zwischen \u201esymbolischer Popularit\u00e4t\u201c und \u201eorganisierter Kapazit\u00e4t vor Ort\u201c ist einer der wichtigsten Gr\u00fcnde seines Niedergangs.<\/p> <p>Die wiederholten Forderungen Reza Pahlavis nach einer Versch\u00e4rfung der milit\u00e4rischen Angriffe auf Iran erfolgen in einer Lage, f\u00fcr die es in der iranischen Geschichte keinen Pr\u00e4zedenzfall gibt: dass jemand einen fremden Staat zu einem Angriff auf das eigene Land aufruft. Das Tanzen und Feiern seiner Anh\u00e4nger \u2013 und wom\u00f6glich auch bezahlter Unterst\u00fctzer \u2013 in verschiedenen St\u00e4dten der Welt hat im Iran Tag f\u00fcr Tag ein noch abscheulicheres Bild vom Schah-Sohn entstehen lassen.<\/p> <p>Iraner in Maschhad sagten: Es ist zutiefst absto\u00dfend, dass die Menschen im Iran Bombardierungen ausgesetzt sind, w\u00e4hrend Pahlavis Anh\u00e4nger im Ausland mit Tanz und Jubel zu noch mehr Bombardierungen aufrufen. Sie empfinden es als Schamlosigkeit, dass Reza Pahlavi diesen Krieg einen \u201ehumanit\u00e4ren Krieg\u201c nennt.<\/p> <ol start=\"3\"> <li><strong> Von \u201eHeute nur Einheit\u201c zu \u201eHeute nur ich\u201c<\/strong><\/li> <\/ol> <p>Ein zweiter Faktor der Erosion ist der Wandel in Reza Pahlavis F\u00fchrungsstil und politischer Sprache. Nach Darstellung des <a href=\"https:\/\/www.newyorker.com\/news\/the-lede\/the-distant-promise-of-irans-would-be-king\">New Yorker<\/a> hatte er sich jahrelang als \u201eeinigende\u201c Figur pr\u00e4sentiert. Doch Mehrdad Youssefiani, sein fr\u00fcherer B\u00fcroleiter, sagt, Pahlavis fr\u00fchere Philosophie habe gelautet: \u201eHeute nur Einheit\u201c; w\u00e4hrend seine heutige Pr\u00e4senz in den sozialen Medien das Bild von \u201eHeute nur ich\u201c vermittelt. F\u00fcr kritische Adressaten, die in seine Koalition eingebunden werden m\u00fcssten, ist dies eine imperiale Pose, die zu all seiner Rhetorik \u00fcber eine inklusive Koalition im Widerspruch steht.<\/p> <p>Dieser Wandel beschr\u00e4nkte sich nicht nur auf den Tonfall. Pahlavis \u201ePlattform\u201c vom August 2025 zeichnet das Bild einer Art zentralisierter Machtarchitektur, in der die gesetzgebende K\u00f6rperschaft, die \u00dcbergangsregierung und die \u00dcbergangsjustiz faktisch alle im Schatten des \u201eF\u00fchrers des nationalen Aufstands\u201c agieren und ihre Ernennung oder Absetzung ebenfalls seiner Zustimmung unterliegt. Kritiker haben diesen Plan als Beispiel exzessiver Machtkonzentration, fehlender Wahlen, mangelnder Gewaltenteilung und eines autorit\u00e4ren Modells bewertet. Ein Programm, das eher einer langfristigen, personalisierten \u00dcbergangsf\u00fchrung \u00e4hnelt als einer demokratischen Institutionenbildung \u2013 und genau deshalb ist keine demokratische Kraft bereit, mit ihm zusammenzuarbeiten.<\/p> <ol start=\"4\"> <li><strong> Erosion im eigenen Lager<\/strong><\/li> <\/ol> <p>Ein politischer Niedergang wird erst dann wirklich ernst, wenn seine Anzeichen auch im eigenen Lager sichtbar werden. Die wachsende Liste von Absetzbewegungen und Konflikten unter Pahlavis Anh\u00e4ngern und Vertrauten ist bemerkenswert:<\/p> <ul> <li>Hamed Sheibani Rad, Generalsekret\u00e4r der Partei Iran-e Novin und eine der wichtigsten Figuren im engen Kreis um Reza Pahlavi, wurde aus dieser Position verdr\u00e4ngt. Anschlie\u00dfend bezog Sheibani scharf gegen Pahlavi und dessen Berater Stellung.<\/li> <li>Peyman Behboudi, Leiter des Kanals Radio Gilan, nahm in einem Video gegen s\u00e4mtliche Aktivit\u00e4ten Reza Pahlavis und der Monarchisten Stellung.<\/li> <li>Mohammad Rahbar, Mitarbeiter und fester Analyst bei Iran International, \u00e4u\u00dferte sich in einer Live-Sendung gegen den Krieg und trat zur\u00fcck.<\/li> <li>Hamid Bayrampour, einer der eifrigsten Unterst\u00fctzer Reza Pahlavis, stellte in einem Video nach einer Entschuldigung an das iranische Volk s\u00e4mtliche Aktivit\u00e4ten Pahlavis infrage, darunter dessen kriegsbef\u00fcrwortende Positionen und sein fragw\u00fcrdiges QR-Code-Projekt zur Anwerbung von Elementen aus den Revolutionsgarden.<\/li> <li>Saman, einer der Augenverletzten des Aufstands von 2023 und aus dem Umfeld von Pahlavis B\u00fcro, hat sich von ihm abgewandt und inzwischen mehrere Videos gegen die Arbeit und die Mitglieder seines B\u00fcros ver\u00f6ffentlicht.<\/li> <li>Behrouz Behboudi, ein fr\u00fcherer Sponsor Pahlavis, der ihm nach eigenen Angaben bislang 20 Millionen Dollar zukommen lie\u00df, betonte in einem Interview mit Exilfernsehen seine Trennung von Pahlavi und sagte: \u201eWeder taugt er etwas noch sind seine Leute anst\u00e4ndig.\u201c<\/li> <\/ul> <p>Diese Fakten, die hier nur beispielhaft genannt werden, zeigen: Pahlavi verf\u00fcgt nicht einmal in seinem unmittelbaren Umfeld noch \u00fcber den fr\u00fcheren Konsens.<\/p> <p>Insbesondere die Frage des Drucks auf das Personal von Iran International und die Kriegsfrage spielen bei diesen Absetzbewegungen eine zentrale Rolle. Auch der Economist weist darauf hin, dass Iran International den Krieg und die R\u00fcckkehr der Pahlavi-Familie auf den Thron unterst\u00fctzt; doch je l\u00e4nger der Krieg andauert, desto mehr wird gerade diese mediale Parteinahme f\u00fcr Teile der Basis und des Publikums selbst zu einem Problem. Wenn eine politische Str\u00f6mung zu ihrem \u00dcberleben vollst\u00e4ndige mediale Gleichschaltung und das Ausschalten oder Verstummenlassen kritischer Stimmen in ihrem Umfeld braucht, ist das in der Regel kein Zeichen von St\u00e4rke, sondern ein Zeichen von Zerbrechlichkeit und Nervosit\u00e4t.<\/p> <ol start=\"5\"> <li><strong> Verunsicherung des Diasporaraums<\/strong><\/li> <\/ol> <p>Ein weiterer wichtiger Aspekt des Niedergangs ist das zunehmend sichtbare Bild von Gewalt, Einsch\u00fcchterung und Lumpenproletariat unter einem Teil der Pahlavi-Anh\u00e4nger im Ausland. Der <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/uk-news\/2026\/mar\/22\/british-iranians-safety-concerns-authorities-iran-war-uk-diaspora?utm_source=chatgpt.com\">Guardian<\/a> schrieb am 22. M\u00e4rz, dass britisch-iranische B\u00fcrger ihre Sicherheitsbedenken den Beh\u00f6rden mitgeteilt h\u00e4tten; unter anderem wegen Online-Videos, in denen Personen in London als \u201eaggressiv\u201c und \u201en\u00f6tigend\u201c beschrieben wurden. In diesem Bericht spricht Naghmeh Rajabi ausdr\u00fccklich von \u201eVorf\u00e4llen im Zusammenhang mit diesen Monarchisten und ihrer Einsch\u00fcchterung\u201c und erkl\u00e4rt, dass einige von ihnen Ladenbesitzer dazu gedr\u00e4ngt h\u00e4tten, das Symbol von L\u00f6we und Sonne in ihre Schaufenster zu h\u00e4ngen. Sogar die \u00f6rtliche Polizei hat auf diese Sorgen reagiert, Gespr\u00e4che mit der Gemeinschaft und mit Gesch\u00e4ftsinhabern gef\u00fchrt und ihre Streifen verst\u00e4rkt. Der Guardian verweist au\u00dferdem auf eine Petition, die das britische Innenministerium auffordert, Gruppen von Reza-Pahlavi-Anh\u00e4ngern unter dem Gesichtspunkt von Bedrohung und Einsch\u00fcchterung zu untersuchen.<\/p> <p>Dieser Bericht steht im Einklang mit Dokumenten und Schilderungen \u00fcber Angriffe von Monarchisten auf den \u201eIran Freedom Congress\u201c in London sowie \u00fcber Attacken auf Treffen und Versammlungen anderer Oppositionsstr\u00f6mungen. Mit der Durchf\u00fchrung des Iran Freedom Congress in London setzte eine Welle von Angriffen durch Monarchisten in den sozialen Medien und in Medien wie Kayhan London gegen die Teilnehmer ein. Auch am Rande von CPAC war im Vorfeld dazu aufgerufen worden, dass Pahlavi-Anh\u00e4nger Plakate gegen die Oppositionsbewegung der Volksmojahedin mitbringen und Kontakte amerikanischer Politiker mit ihnen verhindern sollten. Insgesamt erinnert dieses Bild, statt auf eine \u201enationale und inklusive\u201c Str\u00f6mung hinzuweisen, vielmehr an ein ausgrenzendes, gewaltt\u00e4tiges und gegen\u00fcber Konkurrenten intolerantes Milieu.<\/p> <p>Berichte von Augenzeugen aus \u00d6sterreich besagen, dass in Wien Pahlavi-Anh\u00e4nger Restaurantbesitzer und Gesch\u00e4ftsinhaber aufgesucht und sie unter \u201eDrohung und Druck\u201c dazu gebracht haben sollen, Fahnen und Bilder Reza Pahlavis anzubringen; diesen Berichten zufolge befasst sich sogar die Polizei mit dem Vorfall.<\/p> <p>Dutzende F\u00e4lle physischer Angriffe durch monarchistische Angreifer auf Demonstrationen iranischer Oppositionsgruppen im Ausland, die die monarchische Diktatur ablehnten, sind dokumentiert; in vielen dieser F\u00e4lle laufen Gerichtsverfahren. Zielscheibe dieser Angriffe waren sowohl Versammlungen unterschiedlicher politischer Str\u00f6mungen als auch ethnischer Nationalit\u00e4ten.<\/p>\n<ol start=\"6\"> <li><strong> Der Mordfall Masoud Masjoudi; ein dunkler Punkt<\/strong><\/li> <\/ol> <p>Auch der Mordfall Masoud Masjoudi in Kanada ist, ungeachtet des endg\u00fcltigen juristischen Ausgangs, zu einem ernsthaften Makel im Umfeld der pahlavistischen Netzwerke geworden. Masoud Masjoudi, Mathematikdozent an der Simon Fraser University und ein offener Kritiker sowohl der Islamischen Republik als auch Reza Pahlavis, verschwand am 2. Februar; am 6. M\u00e4rz wurden seine sterblichen \u00dcberreste in Mission, British Columbia, gefunden. Die Polizei bezeichnete den Fall von Anfang an als \u201egezielt\u201c.<\/p>\n<img src=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Massjoudi.jpg\" title=\"Massjoudi\" alt=\"\"> Masoud Masjoudi\n<p>Am 13. M\u00e4rz wurden dann zwei Personen, Mehdi Ahmadzadeh Razavi und Arezou Soltani, wegen Mordes ersten Grades festgenommen. In Gerichtsunterlagen, darunter in einer eidesstattlichen Erkl\u00e4rung, wurde behauptet, dass bei einem Treffen zwischen diesen beiden dar\u00fcber gesprochen worden sei, wie man Masjoudi \u201ezum Schweigen bringen\u201c k\u00f6nne, und dass sogar von einer \u201eSubstanz\u201c die Rede gewesen sei, mit der man ihn beseitigen k\u00f6nne.<\/p> <p>Au\u00dferdem hatte Masjoudi laut einem Bericht von Canadian Press diese beiden Personen als Mitglieder einer Gruppe namens CIWF und als Unterst\u00fctzer Reza Pahlavis bezeichnet. Masjoudi selbst hatte zuvor gegen Reza Pahlavi Klage wegen Verleumdung, Bel\u00e4stigung und einer Art koordinierter Kampagne eingereicht. In dem Bericht von Canadian Press, der auf eidesstattlichen Erkl\u00e4rungen beruhte, hei\u00dft es, Masjoudi habe Arezou Soltani einer \u201eAusrichtung auf das iranische Regime\u201c und Mehdi Ahmadzadeh Razavi einer Art \u201eLoyalit\u00e4t gegen\u00fcber iranischen Geheimdiensten\u201c beschuldigt. In seiner Korrespondenz hatte er betont, Ahmadzadeh Razavi und Soltani seien Mitglieder einer Gruppe namens Canadian Iranian Wakuppers Foundation (CIWF) und unterst\u00fctzten Reza Pahlavi. Auch dies ist ein weiteres Anzeichen f\u00fcr eine m\u00f6gliche Infiltration des iranischen Geheimdienstes in den Kreis der engen Unterst\u00fctzer Reza Pahlavis.<\/p> <p>Masjoudi hatte zuvor bereits gegen Reza Pahlavi geklagt. Er warf Reza Pahlavi und einigen Personen aus dessen Umfeld oder mit Bezug zu diesem Umfeld Verleumdung, Bel\u00e4stigung und eine koordinierte Kampagne gegen ihn vor. Die Gerichtsverhandlung zu seiner Klage gegen Reza Pahlavi sollte am Tag nach seinem Verschwinden stattfinden.<\/p> <p>Auch wenn sein Mord bis zu diesem Zeitpunkt weder offiziell noch gerichtlich als \u201epolitisch\u201c eingestuft worden ist, gibt es doch gewichtige Hinweise, die den Fall als politisch oder zumindest mit politischen Feindseligkeiten durchsetzt erscheinen lassen. Die \u00f6ffentlich bekannten Unterlagen zeigen vor allem seinen heftigen Konflikt mit einigen Personen in monarchistischen Kreisen sowie seine Vorw\u00fcrfe gegen manche Akteure aus diesen Kreisen, dem iranischen Regime oder dessen Geheimdiensten nahezustehen. (Quellen: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2026\/mar\/17\/two-men-court-murder-iranian-activist-canada\">Guardian<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/fa-ir\/%D8%AF%D9%88-%D9%86%D9%81%D8%B1-%D8%A8%D9%87-%D8%A7%D8%AA%D9%87%D8%A7%D9%85-%D9%82%D8%AA%D9%84-%D9%85%D8%B3%D8%B9%D9%88%D8%AF-%D9%85%D8%B3%D8%AC%D9%88%D8%AF%DB%8C-%D8%AF%D8%B1-%DA%A9%D8%A7%D9%86%D8%A7%D8%AF%D8%A7-%D8%A8%D8%A7%D8%B2%D8%AF%D8%A7%D8%B4%D8%AA-%D8%B4%D8%AF%D9%86%D8%AF\/a-76366621\">Deutsche Welle Farsi<\/a>, Canadian Press, <a href=\"https:\/\/toronto.citynews.ca\/2026\/03\/22\/b-c-naturopath-alleges-suspects-in-iran-activists-murder-sought-to-silence-him\/?utm_source=chatgpt.com\">Toronto City News<\/a>, <a href=\"https:\/\/bobmackin.substack.com\/p\/murder-victim-and-suspects-were-feuding?utm_source=chatgpt.com\">The Breaker News<\/a>)<\/p> <ol start=\"7\"> <li><strong> Die K\u00e4lte Washingtons<\/strong><\/li> <\/ol> <p>Vielleicht der wichtigste Indikator des Niedergangs auf internationaler Ebene ist das Misstrauen Washingtons. Als Trump gefragt wurde, ob Pahlavi eine Option f\u00fcr die k\u00fcnftige F\u00fchrung Irans sei, antwortete er: \u201eEinige m\u00f6gen ihn.\u201c Er f\u00fcgte jedoch sofort hinzu, dass seiner Ansicht nach \u201ejemand von innen\u201c wom\u00f6glich geeigneter w\u00e4re. Auch der New Yorker schrieb, dass die amerikanische Geheimdienstbewertung zu dem Schluss gekommen sei, dass er im Inneren des Landes nicht \u00fcber ein ausreichendes Netzwerk verf\u00fcge und dass die amerikanische Regierung ihn nie wirklich ernst genommen habe. In demselben Artikel wird ein Iran-Experte mit den Worten zitiert, dass es einen Unterschied gebe zwischen einer Organisation vor Ort und blo\u00df Menschen, die einen m\u00f6gen.<\/p> <p>Laut <a href=\"https:\/\/www.politico.com\/news\/2026\/03\/23\/hes-a-hot-option-white-house-eyes-irans-parliament-speaker-as-potential-u-s-backed-leader-00840730\">Politico<\/a> vom 23. M\u00e4rz 2026 sagten zwei Vertreter der US-Regierung auf die Frage, ob man \u201eReza Pahlavi jetzt im Iran einsetzen\u201c solle: \u201eAuf keinen Fall, nein ... Er ist im Ausland aufgewachsen. Das ist das Letzte, was man dort braucht. Das w\u00fcrde ins Chaos f\u00fchren ... Pahlavi steht \u00fcberhaupt nicht zur Debatte.\u201c Wie auch immer: Die Summe dieser Positionen sagt eines deutlich aus: Pahlavi ist nicht nur nicht Washingtons Endoption, sondern gilt nicht einmal als eine ernsthafte und verl\u00e4ssliche Option.<\/p>\n<ol start=\"8\"> <li><strong> Die Frage der Nationalit\u00e4ten und die Sprache der Ausgrenzung<\/strong><\/li> <\/ol> <p>Ein weiterer wichtiger Aspekt sind Reza Pahlavis Positionen gegen\u00fcber den iranischen Nationalit\u00e4ten, insbesondere den Kurden. Am 22. Februar 2026 erkl\u00e4rten die f\u00fcnf wichtigsten Parteien des iranischen Kurdistan in einer gemeinsamen Allianz im Kampf gegen das Mullah-Regime, dass sie die Errichtung eines demokratischen und s\u00e4kularen Systems anstrebten, das die Rechte der Nationalit\u00e4ten und der Angeh\u00f6rigen verschiedener Religionen garantiert.<\/p>\n<ol start=\"22\"> <li><strong> Februar 2026 \u2013 Versammlung zur Bekanntgabe der Allianz der f\u00fcnf iranisch-kurdischen Parteien<\/strong><\/li> <\/ol> <p><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/DVLykoFDAqG\/?utm_source=ig_embed&amp;img_index=3\">Reza Pahlavis Reaktion auf dieses B\u00fcndnis bestand darin, diese Parteien als \u201eSeparatisten\u201c zu bezeichnen und zu warnen, dass er sie in Zukunft \u2013 also f\u00fcr den Fall, dass er an die Macht k\u00e4me \u2013 mit der iranischen Armee unterdr\u00fccken werde.<\/a> Als Reaktion darauf bewertete das kurdische B\u00fcndnis diese Haltung als Ausdruck einer neofaschistischen und sicherheitsstaatlichen Denkweise, die sich strukturell kaum von den repressiven Regimen der Vergangenheit und Gegenwart Irans unterscheidet.<\/p>\n<img src=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Kordha.png\" title=\"Kordha\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Kordha.png 375w, https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Kordha-300x122.png 300w\" sizes=\"(max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/> F\u00fchrer der iranischen kurdischen Parteien\n<p>Aus politischer Sicht sind solche Positionen f\u00fcr jemanden, der sich als \u201enationale\u201c und \u201einklusive\u201c Alternative darstellen will, \u00e4u\u00dferst kostspielig. In einem Land mit ethnischer, sprachlicher und religi\u00f6ser Vielfalt f\u00fchrt die Sprache der Etikettierung als \u201eSeparatisten\u201c und die Drohung mit \u201ek\u00fcnftiger Unterdr\u00fcckung\u201c nicht nur nicht zu einer Ann\u00e4herung, sondern verst\u00e4rkt das Misstrauen der Nationalit\u00e4ten, ethnischen Gruppen und eines gro\u00dfen Teils der demokratischen Kr\u00e4fte. Genau hier erh\u00e4lt der Slogan \u201eWeder Schah noch Scheich\u201c f\u00fcr einen Teil der Gesellschaft erneut seine Bedeutung: n\u00e4mlich als gleichzeitige Zur\u00fcckweisung sowohl der religi\u00f6sen Tyrannei als auch der Wiederkehr monarchischer Autorit\u00e4tsherrschaft.<\/p>\n<img src=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Sahar.jpg\" title=\"Sahar\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Sahar.jpg 714w, https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Sahar-300x144.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 714px) 100vw, 714px\" \/> Sahar Sanaie spricht bei einer Veranstaltung\n<p><strong>Zusammenfassung<\/strong><\/p> <p>Die breit angelegte Propaganda, Reza Pahlavi als F\u00fchrer der Opposition zu etablieren, zerfiel in weniger als zwei Monaten aus mehreren Gr\u00fcnden:<\/p> <ul> <li>Erstens repr\u00e4sentiert er die Vergangenheit, n\u00e4mlich die Diktatur seines Vaters.<\/li> <li>Zweitens fehlt es ihm an einer realen Organisation und einer tats\u00e4chlichen Basis im Inneren Irans.<\/li> <li>Drittens hat er sich offen mit dem \u00e4u\u00dferen Krieg identifiziert und war nicht in der Lage, sich moralisch und politisch von der Bombardierung des Landes zu distanzieren.<\/li> <li>Viertens zeigt sich ein zunehmender Autoritarismus in seiner Sprache und seinem politischen Programm.<\/li> <li>F\u00fcnftens kam es zu Absetzbewegungen im Kreis seiner Nahestehenden und Unterst\u00fctzer.<\/li> <li>Sechstens verdichtet sich das Bild von Gewalt und Einsch\u00fcchterung unter einem Teil seiner Anh\u00e4nger im Ausland.<\/li> <\/ul> <p>Infolgedessen scheiterte seine breit angelegte und kostspielige Lobbykampagne zur Gewinnung Washingtons, und am Ende blieb ihm die Bezeichnung \u201eloser prince\u201c.<\/p> <p>Einfacher gesagt: Reza Pahlavi setzte mit aller Kraft auf den Beginn eines Krieges durch die USA und Israel \u2013 selbst um den Preis der Bombardierung ziviler Einrichtungen und ziviler Opfer \u2013, doch heute r\u00e4umen alle ein, dass ein Regimewechsel nicht durch Luftangriffe herbeigef\u00fchrt wird. Aus der Sicht vieler Iraner wollte Reza Pahlavi zur Macht gelangen, indem er Krieg forderte, und lie\u00df durch seine Berater sogar Angriffe auf zivile Einrichtungen propagieren. Deshalb mag er in der Propaganda noch immer stark pr\u00e4sent sein; in den Augen vieler Menschen im Iran aber gilt er, wenn er fr\u00fcher nur der Sohn eines Diktators war, heute als ein \u201eVerr\u00e4ter\u201c.Top of FormBottom of Form<\/p> <p><strong>Sahar Sanaei <\/strong>ist Expertin f\u00fcr Iran und Menschenrechtsfragen mit besonderem Schwerpunkt auf der Menschenrechtslage und politischer Repression im Iran. Seit 2016 nimmt sie regelm\u00e4\u00dfig an den Sitzungen des UN-Menschenrechtsrats in Genf teil und verfolgt dort im Austausch mit diplomatischen Delegationen die Menschenrechtsentwicklung im Iran. Zudem ist sie als Analystin und Autorin zu Iran-Themen t\u00e4tig und gilt als profilierte Ansprechpartnerin zu Iran und Menschenrechten.<\/p>","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8167","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8167"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8167\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8211,"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8167\/revisions\/8211"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7926"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8167"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8167"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8167"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}