{"id":1653,"date":"2023-08-24T13:19:31","date_gmt":"2023-08-24T11:19:31","guid":{"rendered":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/?p=1653"},"modified":"2023-09-19T11:35:32","modified_gmt":"2023-09-19T09:35:32","slug":"ausloschung-der-volksmojahedin-ein-existenzieller-auftrag-des-iranischen-gottesstaats-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/2023\/08\/24\/ausloschung-der-volksmojahedin-ein-existenzieller-auftrag-des-iranischen-gottesstaats-3\/","title":{"rendered":"Ausl\u00f6schung der Volksmojahedin &#8211; ein existenzieller Auftrag des iranischen Gottesstaats!"},"content":{"rendered":"<!--themify_builder_content-->\n<div id=\"themify_builder_content-1653\" data-postid=\"1653\" class=\"themify_builder_content themify_builder_content-1653 themify_builder tf_clear\">\n    \t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_4m9f575 tb_first tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_lf8k575 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_ti0w576   tb_text_dropcap\" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><span style=\"color: #000000;\">Zweifellos geh\u00f6ren zu den Unterdr\u00fcckungsmethoden autorit\u00e4rer Staaten Diskreditierung, Verfolgung und Niederschlagung der Oppositionellen und Andersdenkenden. Die Desinformationskampagne, die von der Diktatur der regierenden Mullahs im Iran gegen die Widerstandsbewegung der Volksmojahedin (MEK\/PMOI) gef\u00fchrt wird, weist aber Dimensionen auf, die alle vorstellbaren Grenzen sprengen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Um sich dies vor Augen zu f\u00fchren, muss man nur den Namen dieser Organisation oder ihrer Anf\u00fchrer im Internet in Suchmaschinen eingeben. Und bevor man die offiziellen Internetseiten der Organisation selbst finden kann, sieht man sich einer Reihe verschiedener Websites gegen\u00fcber, die alle eine gemeinsame Sprache sprechen, die Sprache des iranischen Geheimdienstes.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der iranische Geheimdienst bedient sich hierbei der schmutzigsten Verschw\u00f6rungen und schreckt auch vor keinem Verbrechen, einschlie\u00dflich der Verletzung ihrer eigenen religi\u00f6sen Br\u00e4uche und Gesetze zur\u00fcck, wenn es um die Existenz des sogenannten Gottesstaats geht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u201eSogar religi\u00f6se Angelegenheiten k\u00f6nnen au\u00dfer Kraft gesetzt werden, wenn der Schutz der Existenz des Systems es fordern w\u00fcrde\u201c, so Khomeini in einer seiner Predigten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ohne tiefe Einblicke in Khomeinis Lesart \u00fcber die uneingeschr\u00e4nkten Handlungsbefugnisse, die er seinen Gefolgsleuten zum Schutz seines \u201eGottesstaats\u201c einr\u00e4umt, kann ein Au\u00dfenstehender die von der im Iran herrschenden Theokratie ausgehenden Verschw\u00f6rungen kaum fassen. Der \u00a0brutale Bombenanschlag auf den heiligen Schrein des schiitischen Imam Reza in Mashhad mit Einverst\u00e4ndnis des jetzigen religi\u00f6sen Oberhaupts, mit dem Ziel, dieses Verbrechen den Volksmojahedin anzulasten und sie somit als Gottesfeinde zu diskreditieren, ist nur ein Beispiel zahlreicher Verschw\u00f6rungen des Regimes gegen diese Organisation.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Gleich nach der Machtergreifung Khomeinis standen sich die r\u00fcckschrittlichen Mullahs und die Volksmojahedin diametral gegen\u00fcber. Es ging um zwei v\u00f6llig kontr\u00e4re Interpretationen \u00fcber den Islam sowie unterschiedliche Positionen zur Staatsf\u00fchrung. Die Zeit verlief mit gro\u00dfer Beschleunigung zu Ungunsten der reaktion\u00e4ren Mullahs, da die von der Diktatur des Shahs frisch befreite Masse auf zeitgem\u00e4\u00dfe Antworten auf die gesellschaftlichen Probleme hoffte, in deren Mittelpunkt die Frage der lang begehrten Freiheit stand.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Massoud Rajavi, der Anf\u00fchrer der Volksmojahedin, ein charismatischer junger Intellektueller, der wegen seiner Standhaftigkeit w\u00e4hrend jahrelanger Haftzeit und seiner \u00a0F\u00fchrungsst\u00e4rke insbesondere bei den jungen Iranern sehr popul\u00e4r und zur Ikone der Revolution geworden war, stellte das unantastbare Interpretationsmonopol Khomeinis \u00fcber den Islam in Frage, das die reaktion\u00e4ren Grossayatollahs jahrhundertelang allein f\u00fcr sich in Anspruch nahmen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Aus der Sicht Khomeinis, der sich f\u00fcr den Gottesstatthalter h\u00e4lt, war dies die \u00dcberschreitung einer roten Linie, was er keinesfalls hinnehmen konnte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Als Antwort auf einen Brief der Unterst\u00fctzer der PMOI vom August 1980, in welchem sie sich \u00fcber die anhaltende Unterdr\u00fcckung beschwerten, schrieb der Vorsitzende des Revolutionsgerichts Mullah Allameh: \u201eDem Dekret von Imam Khomeini zufolge sind die Volksmojahedin Irans Ungl\u00e4ubige und schlimmer als Gottesl\u00e4sterer \u2026 Sie haben kein Recht zu leben.\u201c (\u201aEnemies of the Ayatollahs\u2018 von Mohammad Mohaddessin, Zed Books, 1990, S. 55 ff).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der Wendepunkt im Kampf zwischen der PMOI und dem iranischen Regime kam am 20. Juni 1981, als die PMOI zu einer Protestdemonstration gegen die Unterdr\u00fcckung durch das iranische Regime aufrief und politische Freiheiten und die Freilassung tausender politischer Gefangener forderte. Daraufhin \u201eerkl\u00e4rten prominente Geistliche, dass die Demonstrationsteilnehmer unabh\u00e4ngig von ihrem Alter als \u201eFeinde Gottes\u201c behandelt und als solche an Ort und Stelle hingerichtet werden w\u00fcrden.\u201c (\u201aThe Iranian Mojahedin\u2018 , von Ervand Abrahamian, S.218 ff).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Dies markierte den Beginn der Herrschaft des Terrors und den offiziellen Anfang des vom Regimes ausgehenden Vernichtungskampfs gegen die PMOI, der bis heute noch erbittert gef\u00fchrt wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Bereits in den 1980er Jahren wurden tausende politische Gefangene im Iran mit \u00e4u\u00dferster Brutalit\u00e4t gefoltert und hingerichtet. Allein im Jahre 1988 wurden 30.000 politische Gefangene innerhalb nur weniger Tage nach einem m\u00f6rderischen religi\u00f6sen Dekret (FATWA) Khomeinis hingerichtet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Doch trotz des unvorstellbaren Massakers an PMOI-Mitgliedern und PMOI-Sympathisanten durch den iranischen Geheimdienst, ist es dem iranischen Gottesstaat nicht gelungen, den Widerstand der Volksmojahedin zu brechen, geschweige denn sie zu vernichten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Dies hat die Sicherheitsstrategen des Regimes dazu veranlasst, ihre bisherigen Methoden zur Vernichtung der Organisation zu \u00fcberdenken.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u201eDie Entwicklung, die in unserem Sicherheitsapparat in Bezug auf das Vorgehen gegen die PMOI stattfand, war, dass wir 1991 eine grundlegende \u00dcberarbeitung unserer Methoden und Strategien des Kampfes gegen die Volksmojahedin vornahmen. Wir kamen zu dem Schluss, dass die PMOI durch reine Milit\u00e4roperationen nicht aufgel\u00f6st werden kann. Sondern die L\u00f6sung besteht darin, die Organisation durch psychologische Kriegsf\u00fchrung, die sich haupts\u00e4chlich auf die ehemaligen Mitglieder konzentrieren sollte, zu spalten.\u201c (Razavi, ein Geheimdienstmitarbeiter des Regimes in dem Buch \u201eStrategie und nichts anderes\u201c).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Zur Umsetzung dieser Strategie versuchte der iranische Geheimdienst (MOIS) seine S\u00f6ldner in die Organisation einzuschleusen oder er rekrutierte sie aus der Reihe derjenigen, die einst mit der Organisation gearbeitet hatten, sie aber bei harten Kampfbedingungen verlassen hatten oder von der PMOI entlassen worden waren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Da die Propaganda gegen die Volksmojahedin aus regimeeigenen Quellen aufgrund fehlender Glaubhaftigkeit nicht effektiv genug w\u00e4re, ist dem iranischen Geheimdienst stets daran gelegen, bei der D\u00e4monisierungskampagne gegen die Organisation die sogenannten Aussteiger heranzuziehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Diese Aktivit\u00e4ten der Agenten des iranischen Geheimdienstes sind den deutschen Sicherheitskreisen keineswegs unbekannt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Verfassungsschutzberichte des Bundes und verschiedener Bundesl\u00e4nder haben auch immer wieder darauf hingewiesen. Als Beispiel kann man den Bericht des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen aus dem Jahre 2014 heranziehen, in welchem steht:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u201eTraditionell ist die \u00dcberwachung und Bek\u00e4mpfung der iranischen Opposition im In- und Ausland Aufgabenschwerpunkt der iranischen Nachrichtendienste. Vor diesem Hintergrund werden unter anderem zahlreiche Mitglieder der oppositionellen Volksmodjahedin Iran-Organisation (MEK), die aus humanit\u00e4ren Gr\u00fcnden in Deutschland aufgenommen wurden und Ende 2013 aus dem Irak nach NRW eingereist sind, vom MOIS verst\u00e4rkt beobachtet. Mit den Einreisen einhergehende personelle und strukturelle Ver\u00e4nderungen der MEK beziehungsweise des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), standen im Fokus der Aufkl\u00e4rung durch das MOIS ( Ministry of Intelligence and Security) in Nordrhein-Westfalen. Weiterhin hielt der iranische Nachrichtendienst aber auch an der Strategie fest, die MEK durch gezielte Propaganda zu diskreditieren.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der iranische Geheimdienst macht auch keinen Hehl daraus, Journalist*innen gezielt f\u00fcr seine Spionage und geheimdienstlichen Aktivit\u00e4ten einzusetzen. Dies wurde in einem Interview von Ali Fallahian, dem ehemaligen Geheimdienstminister, offen zugegeben. \u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In den letzten Jahren hat es dutzende Artikel in prominenten deutsch- und englischsprachigen Medien gegeben, in denen unvorstellbare Vorw\u00fcrfe gegen die MEK erhoben wurden. So wurde beispielsweise von Luisa Hommerich ein Artikel im Spiegel ver\u00f6ffentlicht. Die\u00a0 darin enthaltenen skrupellosen L\u00fcgen und Diffamierungen lassen erkennen, mit welcher Dreistigkeit die Desinformationskampagne gef\u00fchrt wird. \u201eDreimal pro Woche \u00fcben viele von ihnen angeblich, Kehlen mit Messern aufzuschneiden, H\u00e4nde zu brechen, Augen mit den Fingern auszustechen, Mundwinkel einzurei\u00dfen. So zumindest erz\u00e4hlen es Aussteiger der Gruppe.\u201c (\u201eGefangene der Rebellion\u201c im Heft 8\/2019 vom 16. Februar 2019, von Luisa Hommerich)\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Ver\u00f6ffentlichung dieses Artikels stie\u00df bei Exil-Iranern auf Emp\u00f6rung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der NWRI (Nationaler Widerstandsrat Iran) ist gegen die Ver\u00f6ffentlichung derartiger Verleumdungen juristisch vorgegangen. Im Wege einer einstweiligen Verf\u00fcgung schrieb das Hamburger Gericht in seinem Beschluss vom 21. M\u00e4rz 2019:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u201eWenn die \u00c4u\u00dferungen als Verdachts\u00e4u\u00dferungen einzuordnen w\u00e4ren, w\u00e4ren sie ebenfalls zu untersagen. Die Grunds\u00e4tze der zul\u00e4ssigen Verdachtsberichterstattung w\u00e4ren ersichtlich nicht gewahrt worden.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das Gericht untersagte dem SPIEGEL, im Artikel vom 16. Februar die oben erw\u00e4hnten Vorw\u00fcrfe \u201ezu verbreiten und\/oder verbreiten zu lassen\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Journalistin Luisa Hommerich, die in Teheran Theologie studiert hat und ihr eine freundliche Haltung zu den fundamentalistischen Mullahs nachgesagt wird, hatte den besagten Artikel auf der Basis der Gespr\u00e4che mit den sogenannten Aussteigern der MEK u.a. Hassan Heyrani und Gholamreza Shekari geschrieben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die MEK und der NWRI hatten schon vor und nach der Ver\u00f6ffentlichung des fragw\u00fcrdigen Artikels, darauf hingewiesen, dass die genannten Personen im Verbindung mit dem iranischen Geheimdienst stehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In einem aktuellen Fall werden nun die im Artikel von Luisa Hommerich zitierten Aussteiger von albanischen Beh\u00f6rden beschuldigt, Kontakt mit dem iranischen Geheimdienst zu pflegen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u00a0Am 12. Juli hat das Spezialgericht zur Bek\u00e4mpfung von Korruption und organisiertem Verbrechen Durchsuchungsbefehle f\u00fcr R\u00e4umlichkeiten und Eigentum ausgestellt, die mit\u00a0<a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/euronews.al\/vendi\/aktualitet\/2022\/07\/15\/spak-heton-iranianet-e-dyshimte\/\">Hassan Heyrani<\/a>, Gholamreza Shekari und 9 weiteren Personen in Verbindung stehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wie von\u00a0<a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/shqiptarja.com\/lajm\/spiunazh-ne-sherbim-te-regjimit-iranian-spak-kontrolle-ne-banesat-e-20-ishanetareve-te-mek-ne-shqiperi?r=kh14\">albanischen Medien<\/a>\u00a0gemeldet wird, wurden laut der gerichtlichen Anordnung diese Aktivit\u00e4ten unternommen, um \u201ejedem m\u00f6glichen terroristischen Angriff\u201c zuvorzukommen. Die Anordnung beinhaltete au\u00dferdem, dass diese Personen beschuldigt werden, \u201eGeld von iranischen Geheimdiensten, der Qods Armee und dem IRGC erhalten zu haben, um an Informationen \u00fcber die MEK in Albanien zu gelangen\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der Spiegel-Artikel von Luisa Hommerich, der nur eine Widerspiegelung der L\u00fcgengeschichten von MOIS-Handlangern war, zeigt, wie die prominente Presse Deutschlands vom Geheimdienst des Irans infiltriert und instrumentalisiert werden kann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nun wurde im Zuge der Verhaftung des in Belgien wegen Terrorismus zu 20 Jahren Haft verurteilten iranischen Terror-Diplomaten Assadi von der deutschen Polizei ein Notizheft beschlagnahmt, in welchem die kodierten Namen von \u00fcber 140 Personen aufgelistet sind, die finanzielle Unterst\u00fctzung von Assadi haben erhalten sollen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Entschl\u00fcsselung der in diesem Heft enthaltenen Informationen kann Licht ins Dunkle bringen, die Machenschaften des iranischen Geheimdienstes in Europa und Deutschland aufzudecken. In diesem Zusammenhang kann auch gekl\u00e4rt werden, ob die mit dem in NRW ans\u00e4ssigen Tarnverein \u201eAAWA\u201c in Kontakt stehenden \u201eAussteiger\u201c auch auf der S\u00f6ldnerliste Assadis und somit in Verbindung mit dem iranischen Geheimdienst stehen!<\/span><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t<\/div>\n<!--\/themify_builder_content-->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zweifellos geh\u00f6ren zu den Unterdr\u00fcckungsmethoden autorit\u00e4rer Staaten Diskreditierung, Verfolgung und Niederschlagung der Oppositionellen und Andersdenkenden. Die Desinformationskampagne, die von der Diktatur der regierenden Mullahs im Iran gegen die Widerstandsbewegung der Volksmojahedin (MEK\/PMOI) gef\u00fchrt wird, weist aber Dimensionen auf, die alle vorstellbaren Grenzen sprengen. 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Die Desinformationskampagne, die von der Diktatur der regierenden Mullahs im Iran gegen die Widerstandsbewegung der Volksmojahedin (MEK\/PMOI) gef\u00fchrt wird, weist aber Dimensionen auf, die alle vorstellbaren Grenzen sprengen.<\/p> <p>Um sich dies vor Augen zu f\u00fchren, muss man nur den Namen dieser Organisation oder ihrer Anf\u00fchrer im Internet in Suchmaschinen eingeben. Und bevor man die offiziellen Internetseiten der Organisation selbst finden kann, sieht man sich einer Reihe verschiedener Websites gegen\u00fcber, die alle eine gemeinsame Sprache sprechen, die Sprache des iranischen Geheimdienstes.<\/p> <p>Der iranische Geheimdienst bedient sich hierbei der schmutzigsten Verschw\u00f6rungen und schreckt auch vor keinem Verbrechen, einschlie\u00dflich der Verletzung ihrer eigenen religi\u00f6sen Br\u00e4uche und Gesetze zur\u00fcck, wenn es um die Existenz des sogenannten Gottesstaats geht.<\/p> <p>\u201eSogar religi\u00f6se Angelegenheiten k\u00f6nnen au\u00dfer Kraft gesetzt werden, wenn der Schutz der Existenz des Systems es fordern w\u00fcrde\u201c, so Khomeini in einer seiner Predigten.<\/p> <p>Ohne tiefe Einblicke in Khomeinis Lesart \u00fcber die uneingeschr\u00e4nkten Handlungsbefugnisse, die er seinen Gefolgsleuten zum Schutz seines \u201eGottesstaats\u201c einr\u00e4umt, kann ein Au\u00dfenstehender die von der im Iran herrschenden Theokratie ausgehenden Verschw\u00f6rungen kaum fassen. 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Allein im Jahre 1988 wurden 30.000 politische Gefangene innerhalb nur weniger Tage nach einem m\u00f6rderischen religi\u00f6sen Dekret (FATWA) Khomeinis hingerichtet.<\/p> <p>Doch trotz des unvorstellbaren Massakers an PMOI-Mitgliedern und PMOI-Sympathisanten durch den iranischen Geheimdienst, ist es dem iranischen Gottesstaat nicht gelungen, den Widerstand der Volksmojahedin zu brechen, geschweige denn sie zu vernichten.<\/p> <p>Dies hat die Sicherheitsstrategen des Regimes dazu veranlasst, ihre bisherigen Methoden zur Vernichtung der Organisation zu \u00fcberdenken.<\/p> <p>\u201eDie Entwicklung, die in unserem Sicherheitsapparat in Bezug auf das Vorgehen gegen die PMOI stattfand, war, dass wir 1991 eine grundlegende \u00dcberarbeitung unserer Methoden und Strategien des Kampfes gegen die Volksmojahedin vornahmen. Wir kamen zu dem Schluss, dass die PMOI durch reine Milit\u00e4roperationen nicht aufgel\u00f6st werden kann. Sondern die L\u00f6sung besteht darin, die Organisation durch psychologische Kriegsf\u00fchrung, die sich haupts\u00e4chlich auf die ehemaligen Mitglieder konzentrieren sollte, zu spalten.\u201c (Razavi, ein Geheimdienstmitarbeiter des Regimes in dem Buch \u201eStrategie und nichts anderes\u201c).<\/p> <p>Zur Umsetzung dieser Strategie versuchte der iranische Geheimdienst (MOIS) seine S\u00f6ldner in die Organisation einzuschleusen oder er rekrutierte sie aus der Reihe derjenigen, die einst mit der Organisation gearbeitet hatten, sie aber bei harten Kampfbedingungen verlassen hatten oder von der PMOI entlassen worden waren.<\/p> <p>Da die Propaganda gegen die Volksmojahedin aus regimeeigenen Quellen aufgrund fehlender Glaubhaftigkeit nicht effektiv genug w\u00e4re, ist dem iranischen Geheimdienst stets daran gelegen, bei der D\u00e4monisierungskampagne gegen die Organisation die sogenannten Aussteiger heranzuziehen.<\/p> <p>Diese Aktivit\u00e4ten der Agenten des iranischen Geheimdienstes sind den deutschen Sicherheitskreisen keineswegs unbekannt.<\/p> <p>Die Verfassungsschutzberichte des Bundes und verschiedener Bundesl\u00e4nder haben auch immer wieder darauf hingewiesen. Als Beispiel kann man den Bericht des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen aus dem Jahre 2014 heranziehen, in welchem steht:<\/p> <p>\u201eTraditionell ist die \u00dcberwachung und Bek\u00e4mpfung der iranischen Opposition im In- und Ausland Aufgabenschwerpunkt der iranischen Nachrichtendienste. Vor diesem Hintergrund werden unter anderem zahlreiche Mitglieder der oppositionellen Volksmodjahedin Iran-Organisation (MEK), die aus humanit\u00e4ren Gr\u00fcnden in Deutschland aufgenommen wurden und Ende 2013 aus dem Irak nach NRW eingereist sind, vom MOIS verst\u00e4rkt beobachtet. Mit den Einreisen einhergehende personelle und strukturelle Ver\u00e4nderungen der MEK beziehungsweise des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), standen im Fokus der Aufkl\u00e4rung durch das MOIS ( Ministry of Intelligence and Security) in Nordrhein-Westfalen. Weiterhin hielt der iranische Nachrichtendienst aber auch an der Strategie fest, die MEK durch gezielte Propaganda zu diskreditieren.\u201c<\/p> <p>Der iranische Geheimdienst macht auch keinen Hehl daraus, Journalist*innen gezielt f\u00fcr seine Spionage und geheimdienstlichen Aktivit\u00e4ten einzusetzen. Dies wurde in einem Interview von Ali Fallahian, dem ehemaligen Geheimdienstminister, offen zugegeben. \u00a0<\/p> <p>In den letzten Jahren hat es dutzende Artikel in prominenten deutsch- und englischsprachigen Medien gegeben, in denen unvorstellbare Vorw\u00fcrfe gegen die MEK erhoben wurden. So wurde beispielsweise von Luisa Hommerich ein Artikel im Spiegel ver\u00f6ffentlicht. Die\u00a0 darin enthaltenen skrupellosen L\u00fcgen und Diffamierungen lassen erkennen, mit welcher Dreistigkeit die Desinformationskampagne gef\u00fchrt wird. \u201eDreimal pro Woche \u00fcben viele von ihnen angeblich, Kehlen mit Messern aufzuschneiden, H\u00e4nde zu brechen, Augen mit den Fingern auszustechen, Mundwinkel einzurei\u00dfen. So zumindest erz\u00e4hlen es Aussteiger der Gruppe.\u201c (\u201eGefangene der Rebellion\u201c im Heft 8\/2019 vom 16. Februar 2019, von Luisa Hommerich)\u00a0<\/p> <p>Die Ver\u00f6ffentlichung dieses Artikels stie\u00df bei Exil-Iranern auf Emp\u00f6rung.<\/p> <p>Der NWRI (Nationaler Widerstandsrat Iran) ist gegen die Ver\u00f6ffentlichung derartiger Verleumdungen juristisch vorgegangen. Im Wege einer einstweiligen Verf\u00fcgung schrieb das Hamburger Gericht in seinem Beschluss vom 21. M\u00e4rz 2019:<\/p> <p>\u201eWenn die \u00c4u\u00dferungen als Verdachts\u00e4u\u00dferungen einzuordnen w\u00e4ren, w\u00e4ren sie ebenfalls zu untersagen. Die Grunds\u00e4tze der zul\u00e4ssigen Verdachtsberichterstattung w\u00e4ren ersichtlich nicht gewahrt worden.\u201c<\/p> <p>Das Gericht untersagte dem SPIEGEL, im Artikel vom 16. Februar die oben erw\u00e4hnten Vorw\u00fcrfe \u201ezu verbreiten und\/oder verbreiten zu lassen\u201c.<\/p> <p>Die Journalistin Luisa Hommerich, die in Teheran Theologie studiert hat und ihr eine freundliche Haltung zu den fundamentalistischen Mullahs nachgesagt wird, hatte den besagten Artikel auf der Basis der Gespr\u00e4che mit den sogenannten Aussteigern der MEK u.a. Hassan Heyrani und Gholamreza Shekari geschrieben.<\/p> <p>Die MEK und der NWRI hatten schon vor und nach der Ver\u00f6ffentlichung des fragw\u00fcrdigen Artikels, darauf hingewiesen, dass die genannten Personen im Verbindung mit dem iranischen Geheimdienst stehen.<\/p> <p>In einem aktuellen Fall werden nun die im Artikel von Luisa Hommerich zitierten Aussteiger von albanischen Beh\u00f6rden beschuldigt, Kontakt mit dem iranischen Geheimdienst zu pflegen.<\/p> <p>\u00a0Am 12. Juli hat das Spezialgericht zur Bek\u00e4mpfung von Korruption und organisiertem Verbrechen Durchsuchungsbefehle f\u00fcr R\u00e4umlichkeiten und Eigentum ausgestellt, die mit\u00a0<a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/euronews.al\/vendi\/aktualitet\/2022\/07\/15\/spak-heton-iranianet-e-dyshimte\/\">Hassan Heyrani<\/a>, Gholamreza Shekari und 9 weiteren Personen in Verbindung stehen.<\/p> <p>Wie von\u00a0<a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/shqiptarja.com\/lajm\/spiunazh-ne-sherbim-te-regjimit-iranian-spak-kontrolle-ne-banesat-e-20-ishanetareve-te-mek-ne-shqiperi?r=kh14\">albanischen Medien<\/a>\u00a0gemeldet wird, wurden laut der gerichtlichen Anordnung diese Aktivit\u00e4ten unternommen, um \u201ejedem m\u00f6glichen terroristischen Angriff\u201c zuvorzukommen. Die Anordnung beinhaltete au\u00dferdem, dass diese Personen beschuldigt werden, \u201eGeld von iranischen Geheimdiensten, der Qods Armee und dem IRGC erhalten zu haben, um an Informationen \u00fcber die MEK in Albanien zu gelangen\u201c.<\/p> <p>Der Spiegel-Artikel von Luisa Hommerich, der nur eine Widerspiegelung der L\u00fcgengeschichten von MOIS-Handlangern war, zeigt, wie die prominente Presse Deutschlands vom Geheimdienst des Irans infiltriert und instrumentalisiert werden kann.<\/p> <p>Nun wurde im Zuge der Verhaftung des in Belgien wegen Terrorismus zu 20 Jahren Haft verurteilten iranischen Terror-Diplomaten Assadi von der deutschen Polizei ein Notizheft beschlagnahmt, in welchem die kodierten Namen von \u00fcber 140 Personen aufgelistet sind, die finanzielle Unterst\u00fctzung von Assadi haben erhalten sollen.<\/p> <p>Die Entschl\u00fcsselung der in diesem Heft enthaltenen Informationen kann Licht ins Dunkle bringen, die Machenschaften des iranischen Geheimdienstes in Europa und Deutschland aufzudecken. In diesem Zusammenhang kann auch gekl\u00e4rt werden, ob die mit dem in NRW ans\u00e4ssigen Tarnverein \u201eAAWA\u201c in Kontakt stehenden \u201eAussteiger\u201c auch auf der S\u00f6ldnerliste Assadis und somit in Verbindung mit dem iranischen Geheimdienst stehen!<\/p>","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1653","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1653"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1653\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2002,"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1653\/revisions\/2002"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1170"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1653"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1653"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/iran-change.org\/icb\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1653"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}