Von Maryam Rajavi bis Mahnaz Meymant – die Frauen der Volksmudschaheddin legen schon heute den Grundstein für den freien Iran von morgen!
Der berühmte Aphorismus des französischen Dichters Louis Aragon – „Die Zukunft der Menschheit ist die Frau“[1] – ist weit mehr als eine poetische oder künstlerische Formel. Er enthält eine philosophische und politische These. Im Kontext der iranischen Gesellschaft gewinnt diese These eine besondere Bedeutung. Seit mehr als einem Jahrhundert ist die Geschichte Irans von der Herrschaft eines monarchischen Despotismus und einer reaktionären Geistlichkeit, von patriarchalischen Strukturen sowie zugleich von wiederholten Aufständen und Freiheitsbewegungen geprägt. Doch die tatsächliche Stellung der Frauen und die Bedeutung ihrer Rolle in diesen Bewegungen wurden bislang nie angemessen gewürdigt.
Die Aufstände im Iran sind nicht allein an der Gewalt der herrschenden Mächte gescheitert. Sie scheiterten auch daran, dass sich keine dauerhafte, umfassende und auf die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ausgerichtete politische Führung entfalten konnte.
[1] L’avenir de l’homme est la femme (Le Fou d’Elsa, 1963)
Wo Frauen lediglich als Unterstützerinnen, Opfer oder Symbole einer Bewegung auftreten, kehrt das gesellschaftliche System – selbst nach einem politischen Umbruch – letztlich zu männerdominierten Strukturen zurück. Deshalb muss der Kampf für Freiheit und Demokratie auch ein Kampf dafür sein, Frauen aus der Vormundschaft der Männer zu lösen, ihre Gleichberechtigung zu verwirklichen und ihre Beteiligung an der Bestimmung des politischen Schicksals zu gewährleisten. Im Kampf des iranischen Volkes für die Freiheit können Frauen nicht bloß ein ergänzendes Element einer von Männern dominierten Bewegung sein. Sie müssen vielmehr deren Grundpfeiler bilden. Ob Iran künftig frei und demokratisch sein wird, hängt bereits heute auch davon ab, ob Frauen unmittelbar und maßgeblich an der politischen Macht und an der politischen Gestaltung beteiligt sind.
In diesem Zusammenhang veranschaulicht eine Reihe von Pionierinnen – von Maryam Rajavi bis Mahnaz Meymant – einen grundlegenden historischen Wandel. Ihre politische Bedeutung besteht nicht allein darin, dass sie Frauen an der Spitze der demokratischen Opposition im Iran sind. Sie verkörpern vielmehr die Tatsache, dass Frauen nicht nur für die Freiheit kämpfen, sondern sie auch definieren, organisieren und anführen. In ihrer politischen Vision wird die Gleichberechtigung von Frauen und Männern nicht als bloß ergänzender Bestandteil einer künftigen Revolution verstanden, sondern als Voraussetzung für deren Verwirklichung und demokratische Legitimität.
Maryam Rajavi und die von ihr geprägte Reihe weiblicher Führungspersönlichkeiten stehen somit für einen Bruch mit einem überkommenen politischen Muster: Frauen sind nicht länger lediglich ein gesellschaftlicher Bereich, der befreit werden soll, sondern selbst Trägerinnen und Subjekte der Freiheit. Während die patriarchalische Gesellschaftsordnung das Geschlecht in ein politisches Schicksal verwandelt hat, ist die neue demokratische Bewegung des iranischen Volkes durch die führende Rolle von Frauen in der Politik in eine transformative und konstitutive Phase eingetreten.
Die Wahl von Mahnaz Meymant zur Generalsekretärin der Organisation der Volksmudschaheddin des Iran (PMOI/MEK) hebt diesen Wandel auf eine neue Ebene. Diese Wahl ist nicht bloß ein symbolischer Akt der Präsenz und Beteiligung von Frauen an der Führung. Ihre eigentliche Bedeutung liegt vor allem in ihrer Kontinuität: Mahnaz Meymant ist die zehnte Frau in Folge, die diese Führungsposition in der Organisation übernimmt. Damit wird die Führung durch Frauen nicht als Ausnahme, sondern als feste Regel und politische Kultur etabliert.
Hier gewinnt der berühmte Satz Aragons seine politische Dimension. „Die Zukunft der Menschheit ist die Frau“ bedeutet im Kampf des iranischen Volkes für die Freiheit nicht, dass Frauen irgendwann in ferner Zukunft eine Rolle spielen werden. Es bedeutet vielmehr, dass die Zukunft bereits dort begonnen hat, wo Frauen politische Autorität übernommen haben. Die historische Bedeutung der führenden iranischen Frauen der Volksmudschaheddin liegt genau in diesem Punkt.
„Von Maryam Rajavi bis Mahnaz Meymant“ ist mehr als eine Abfolge einzelner Persönlichkeiten; es ist ein politischer Wegweiser. Der Kampf des iranischen Volkes für die Freiheit hat dadurch eine neue Basis erhalten: Freiheit bedeutet nicht mehr nur den Sturz einer Diktatur, sondern zugleich die Überwindung jener patriarchalischen Kultur, die die Gesellschaft unterworfen und Frauen aus den Zentren gesellschaftlichen Handelns und politischer Macht ausgeschlossen hat. Hier hat eine neue Historie begonnen: Die Frauen der Volksmudschaheddin gestalten bereits heute das Schicksal der Freiheit und der Demokratie im Iran von morgen!
